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Neuigkeiten aus der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal, Solingen, Remscheid

Die MKM Holding GmbH mit Sitz in Hagen hat die Anteilsmehrheit an der Vogel-Bauer-Gruppe übernommen. Die Eigentümerfamilien Vogel und Mathiasen bleiben mit einer substanziellen Rückbetei­ligung dem Unternehmen eng verbunden. „Wir sind der Überzeu­gung, mit diesem Schulterschluss die beste Weichenstellung für unser Unternehmen vorgenommen zu haben, welches sich nun über 80 Jahre im Eigentum der Familien Vogel und Mathiasen befand. Nicht nur die Sicherung der rund 70 Arbeitsplätze am Solinger Standort, vielmehr auch die weitere Entwicklung von Vogel-Bauer im Zusammenspiel mit einem ebenso am Markt etablierten Familienunternehmen mit außergewöhnlicher Expertise lässt uns zuversichtlich und erwartungsvoll in eine chancenreiche Zukunft blicken“, kommentiert Gerald Vogel als jetziger und auch zukünftiger Gesellschafter und Geschäftsführer den Entschluss.

Vogel-Bauer Edelstahl aus Solingen handelt seit 1945 mit Edelstahlerzeugnissen und arbeitet diese an. Bänder aus in Europa hergestellten rost-, säure- und hitzebeständigen Stählen werden in kundenspezifischen Stärken auf Breiten und Längen gespalten. Präzise Oberflächenbehandlungen perfektionieren den Edelstahl optisch und technisch für besondere Anforderungen: von Architektur, Bauwesen, über Industrie, Haushalt und Sanitär bis hin zu Pharma­anwendungen, Medizintechnik und Lebensmittelverarbeitung.

„Mit dieser Partnerschaft stellen wir uns in einem herausfordernden Markt zukunftssicher auf. Die vertrauten Ansprechpartner bleiben unseren Kunden und Lieferanten erhalten. Der Schritt hat keine Auswirkungen auf bestehende Verträge oder aktuelle Projekte. Unsere Werte – Unabhängigkeit, Service, Verlässlichkeit und Qualität – bleiben das Fundament unserer Zusammenarbeit und unseres Handelns. Gemeinsam werden wir unsere Leistungen weiter verbessern und ausbauen. Wir sind überzeugt, dass dieser Schritt ein Gewinn für alle Beteiligten ist“, stellt Stina Vormann abschließend fest.

Wie vielfältig Wuppertal schmeckt, zeigt das Kochbuch „Am Tisch in Wuppertal“. Mehr als 50 Restaurants sind darin vertreten – und jedes Haus hat eine eigene Doppelseite. Der Aufbau ist bewusst klar: ein ausgewähltes Rezept zum Nachkochen, eine interessante Geschichte des Betriebs, ein kurzes Porträt sowie ein hochwertiges Foto des Gerichts, direkt vor Ort aufgenommen.

Neben dem kulinarischen Anspruch steht ein weiterer Gedanke im Mittelpunkt: Alle Erlöse aus dem Verkauf fließen in gemeinnützige Zwecke.

Gleichzeitig verfolgt das Buch einen wichtigen Anspruch: die Vernetzung der Wuppertaler Gastronomie mit der Stadt und ihren Menschen. Gerade deshalb eignet sich „Am Tisch in Wuppertal“ laut den Initiatoren vom Lions Club Wuppertal-Mitte auch für Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden oder Geschäftspartnern ein Geschenk mit regionalem Bezug und Haltung überreichen möchten.

Bestellbar ist das Buch unter www.amtischinwuppertal.de. Alle Akzenta-Filialen sowie die Buchhandlungen Jürgensen, Laurenz und Luise und die Ronsdorfer Bücherstube haben das Buch im Sortiment, ebenso Katis Postshop an der Weststraße. Bei größeren Bestellungen E-Mail an lions@amtischinwuppertal.de.

Sechs Unternehmen, ein volles Haus – und eine zentrale Idee: Berufsorientierung darf kurz, ehrlich und gemeinsam sein. In der Bucs Lounge des Unternehmens Bucs IT hat der erste „ehrliche Karriereabend“ stattgefunden, ein Pilotformat des Gymnasiums Bayreuther Straße in Kooperation mit Bucs IT. Über 30 Schülerinnen und Schüler und viele Eltern kamen, um Einblicke in Ausbildungs- und Berufswelten zu bekommen. Parallel lief ein Livestream – inklusive der Möglichkeit, Fragen aus dem Netz in die Frage­runde zu holen. Mit dabei waren Bucs IT, Swiss Life Select, das Ober­landesgericht Düsseldorf, Lear Corporation und Riedel Communi­cations sowie die Bildungsbar.

Keine langen Präsentationen, kein Hochglanz – stattdessen acht Minuten pro Unternehmen, konzentriert auf Werte, Tätigkeit, Einstiegsmöglichkeiten und Fragen wie: „Was muss man eigentlich wirklich gut können?“ „Was lernt man im Alltag?“ „Und wo passt man rein – und wo eher nicht?“ Diese Art von Einblick sei vom Publikum geschätzt worden, so Manuel Becker von Bucs IT.

Die Diskussionsrunde habe gezeigt, welche Themen Jugendliche derzeit bewegen. Besonders präsent sei die Frage nach Bewerbungen gewesen – und nach dem Einsatz von KI. Die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter waren sich einig: KI darf helfen, aber sie ersetzt keine Persönlichkeit. Der Rat an die Schülerinnen und Schüler war konkret: Erst selbst formulieren, dann unterstützen lassen; mehr über eigene Stärken und Schwächen schreiben; erzählen, warum ein Hobby wichtig ist oder was man wirklich gern macht. „Seid anders“, lautete die Botschaft.

Auch das Konzept hinter dem Format wurde sichtbar: Berufsorientierung endet nicht nach 90 Minuten. Die Bildungsbar war deshalb anschließend als Anlaufstelle für Ausbildungs- und Studienorientierung vor Ort. Erste Gespräche, auch mit der Bergischen IHK, laufen bereits, so Manuel Becker, für künftige Veranstaltungen.

„2026 ist ganz Wuppertal Schwebebahn“ - unter diesem Motto starteten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) am 8. Januar ins 125-jährige Jubiläum der Schwebebahn. „Das Jubiläum begleitet uns das ganze Jahr und wir freuen uns über alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler, die mit dabei sind“, betont Sabine Schnake, Geschäftsführerin WSW Mobil. „Unser Motto ist ein stolzes Statement der Verbundenheit und eine Einladung, gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Denn bis heute steht die Schwebebahn für Verlässlichkeit, Fortschritt und die besondere Identität unserer Stadt. Ihr Jubiläum erinnert uns daran, wie wichtig eine starke, zukunftsorientierte Mobilitätsinfrastruktur für Wuppertal ist.“

Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff betont die Bedeutung der Schwebebahn für die Stadt: „Unsere Schwebebahn ist die Seele unserer Stadt. Sie ist unser weltweites Unikat! Sie steht für den Pioniergeist und den Mut unserer Stadtmütter und -väter, den wir uns gerade heute wieder in Erinnerung rufen sollten: Ambitionierte Stadtentwicklungsprojekte zu wagen, Neuland zu betreten, andere Wege zu gehen. Die Schwebebahn ist nicht nur für über 80.000 tägliche Fahrgäste das unverzichtbare Herzstück unseres öffentlichen Nahverkehrs, sie ist das denkmalgeschützte Wahrzeichen und der internationale Magnet Wuppertals.“

Seit ihrer Betriebseröffnung am 1. März 1901 schwebt die Schwebe­bahn über der Wupper und heute, 125 Jahre später, steht sie erneut im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, die Geschichte und Zukunft verbinden. Los ging es am 8. Januar. An diesem Tag ist erstmals wieder ein Wagen in der Optik der Baureihe 1972 (GTW 72) durchs Tal geschwebt. Die WSW haben eines der heutigen Schwebebahn-Fahrzeuge orange-blau, im Design der GTW 72, gestaltet. Die gestaltete Bahn wird das ganze Jahr hindurch im regulären Schwebebahnbetrieb eingesetzt. Ein Bürgerfest ist für den Spätsommer geplant. Der historische Kaiserwagen wird im Jubiläumsjahr wieder auf Fahrt gehen. Die WSW streben an, ihn ab Mai wieder auf die Strecke zu bringen. Die Deutsche Post würdigt das Jubiläum der Schwebebahn mit einer neuen Schwebebahn-Sondermarke. Die Stadtwerke bieten Merchandise-Artikel an.

Tim Oliver Müller von der Stadt Solingen ist bei der Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung des Bergisches Land Tourismus Marketing e. V. (BLTM) als neues Vorstandsmitglied begrüßt worden. Mit Wirkung zum Jahreswechsel hat Anne Gebuhr die Geschäftsführung des BLTM übernommen.

Müller folgt auf Angela Munkert in der Solinger Verwaltung. Weiterhin gehören dem Vorstand Martin Bang (Wuppertal Marketing GmbH), Sabine Räck (Stadt Remscheid) und Stephan A. Vogelskamp – für die Bergische Gesellschaft – an. Gebuhr war seit September 2025 im Verband als Bereichsleitung tätig. Vogelskamp hatte die Geschäftsführung temporär übernommen – nun übergibt er sie an Anne Gebuhr.

Am Schnittpunkt der Städte Hückeswagen, Remscheid und Wermels­kirchen in Bergisch Born wird das „Interkommunale Gewerbegebiet Gleisdreieck“ entstehen. Mit einem ersten gemeinsamen Treffen in Remscheid haben Bürgermeister Mario Moritz, Schloss-Stadt Hückeswagen, Oberbürgermeister Sven Wolf, Stadt Remscheid, und Bürgermeister Bernd Hibst, Stadt Wermelskirchen, die Fortsetzung des von ihren Vorgängern angestoßenen Projekts bekräftigt.

Ziel der Städte ist es, gemeinsam ein modernes, wirtschaftlich attraktives und zugleich zukunftsorientiertes Gewerbegebiet zu entwickeln. Damit wollen sie die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Standorte ebenso wie der gesamten bergischen Region stärken. Hintergrund ist der in allen drei Kommunen bestehende Mangel an geeigneten Gewerbeflächen.

Bis zur Umsetzung des Gewerbegebiets sind noch zahlreiche fachliche und politische Abstimmungen, Planungs- und Verfahrensschritte erforderlich. Dennoch sind sich die Bürgermeister einig: „Wir sehen im interkommunalen Gewerbegebiet Gleisdreieck eine große Chance für unsere Städte und die gesamte Region. Gemeinsam wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen sich hier zukunftsfähig entwickeln können und neue Arbeitsplätze entstehen. Die enge interkommunale Zusammen­arbeit ist dabei ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Wir sind überzeugt: Das Gleisdreieck wird ein wichtiger Impulsgeber für eine starke wirtschaftliche Entwicklung.“

André Bovenkamp übernimmt den Vorsitz im Vorstand des Bergischen Arbeitgeber­-verbandes der Metallindustrie e. V. Der Verband vertritt die Unternehmen der Metallindustrie in Niederberg, Wuppertal und Solingen und begründet eine Tarifbindung. André Bovenkamp ist zugleich Geschäftsführer der Huehoco GmbH.

André Bovenkamp folgt in diesem Amt auf Michael Vitz. In die Amtszeit von Vitz fällt nicht nur die Fusion der Arbeitgeberverbände von Wuppertal/Niederberg mit dem AGV Solingen, sondern auch der Bau von Kinder­tagesstätten. Eine weitere Leistung von Vitz war die Neuaufstellung der Weiterbildung. Die Gemeinschaftslehrwerkstatt wird im Bergischen Bildungscampus aufgehen.

Bovenkamp sieht seine Aufgabe darin, die Projekte jetzt fortzuführen. In der Tarifpolitik mit der IG Metall setzt er auf einfachere und flexiblere Tarifverträge, da es auch hier einer Wende in der Tarifpolitik bedarf, die die aktuelle schwierige Situation der Unternehmen berücksichtigt.

75 Jahre

Toellner & Co. (Januar) Elektro, Fernsehen, Wuppertaler Modellsport OHG, Hohlenscheidter Str. 34, 42349 Wuppertal

MaBu Süßwaren oHG (Februar), Ahrstr. 4, 42117 Wuppertal

100 Jahre

Lusbrink & Schwebinghaus (Januar) GmbH & Co. KG, Monschaustr. 27 – 33, 42369 Wuppertal

125 Jahre

Paul Adrian e. K. (Januar), Inhaber Frank Buchmüller, Ziegelstr. 7, 42719 Solingen

Am Freitag, 8. Mai, findet erstmals die Nacht der Technik im Bergischen Städte­dreieck statt. Unternehmen, Hochschulen und technische Einrichtungen in Remscheid, Solingen und Wuppertal öffnen an diesem Abend von 18 bis 24 Uhr ihre Türen. Unternehmen können sich noch bis zum 11. Februar 2026 anmelden. Mit den Wuppertaler Stadtwerken oder Axalta Coating Systems sind einige der größten Arbeitgeber der Region dabei, ebenso Knipex, die Kalkwerke Oetelshofen, die Berger Gruppe oder öffentliche Versorger wie die AWG. Dazu kommen die Bergische Universität sowie die Junior Uni. Unternehmen, die keinen eigenen Standort öffnen können, haben die Möglichkeit, sich bei der Expo an der Bergischen Universität Wuppertal zu präsentieren.

Initiiert wird die Premiere von den Bezirksvereinen des VDI und des VDE. Die Wirtschaftsförderungen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft unterstützen die Veranstaltung ebenso wie die Bergischen Sparkassen.

Anmeldung unter: www.nacht-der-technik.de/bergischesstaedtedreieck

Mitte Dezember hat die letzte Gesellschafterversammlung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSWG) des Jahres 2025 stattgefunden. Es war zugleich die erste Sitzung mit der neuen Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und den neuen Oberbürgermeistern Sven Wolf und Daniel Flemm. Zur neuen Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung wurde Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal, gewählt. Sven Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid, übernimmt künftig das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden.

„Wir freuen uns sehr über diese Wahl“, so BSWG-Geschäftsführer Stephan A. Vogelskamp. Henner Pasch, Präsident der Bergischen IHK und scheidender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, dankte er für „sein enormes Engagement und seinen großen Einsatz für die Gesellschaft“. Gesellschafter der BSWG sind die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Sparkassen Wuppertal, Solingen und Remscheid sowie die Bergische IHK.

Sieben Monate nach Regierungsstart kommt mit der Verabschiedung der Modernisierungsagenda von Bund und Ländern neuer Schwung in die Reformdebatte. „Reformen brauchen Mut, Sorgfalt und Berechenbarkeit“, betont Ralf Stoffels, Präsident von IHK NRW. „Die Bundesregierung hat die Modernisierung des Staates oben auf die Agenda gesetzt. Jetzt kommt es darauf an, dass eine tragfähige Umsetzung folgt. Die Unternehmen brauchen einen Wachstumskurs mit Verlässlichkeit.“

„In den ersten Monaten der Bundesregierung zeigten sich erste, wichtige Reform­impulse, noch fehlt aber die Planungs­sicherheit für die nordrhein-westfälische Wirtschaft“, bemängelt Stoffels.

Das sind die Forderungen:

- Entlastungen bei Stromsteuer, Netzentgelten und der geplante Industriestrompreis sind wichtige Schritte. Angesichts der dauerhaft hohen Energiekosten und des harten internationalen Wettbewerbsdrucks reicht das aber noch nicht aus. Die Wirtschaft erwartet jetzt eine stringente Entlastungsstrategie, insbesondere für energieintensive Branchen und den stark gefährdeten industriellen Mittelstand, damit Investitionen in Deutschland wieder attraktiver werden.

- Die Kraftwerksstrategie und die neue CCS-Gesetzgebung sind ein Beginn, lassen aber zentrale Fragen der Versorgungssicherheit und der konkreten Umsetzung offen. Aus Sicht von IHK NRW ist klar: Der politisch angestrebte Kohleausstieg 2030 in NRW ist mit den bislang absehbaren Zeitplänen nicht realistisch und muss an Versorgungssicherheit und Systemstabilität gekoppelt werden.

- Mit dem Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung ist eine klare Verantwortlichkeit geschaffen worden, um Reformen in der Struktur zu erreichen. Die Modernisierungsagenda des Bundes und der Länder muss die Grundlage für eine Neuordnung und Digitalisierung der Verwaltung bilden.

- Die Sondervermögen für die Infrastruktur können als Grundlage dienen, die Nachholbedarfe NRWs aufzuholen. NRW ist aufgrund der Konstruktion des Sondervermögens gegenüber anderen Bundesländern benachteiligt. Damit die Mittel nicht an NRW vorbeifließen, muss nachgebessert und die Beschleunigungsmaßnahmen müssen umgesetzt werden.

- Mit den Sondervermögen und Schritten zur Beschleunigung der Vergabe sind die Grundlagen gelegt, um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zurückzuerlangen. Gelingen wird dies nur, wenn die Wirtschaft in die Umsetzung eingebunden wird.

Basis der ersten Halbjahresbilanz der Bundesregierung 2025 ist das Forderungspapier von IHK NRW.

Mit dem Bildungsgang „Ausbildung mit Fachhochschulreife (FHR)“ bietet das Friedrich-List-Berufskolleg Solingen (FLBK) gemeinsam mit regionalen Ausbildungsbetrieben ein zukunftsorientiertes Modell an: Junge Menschen können eine duale Berufsausbildung absolvieren und gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben.

Das Angebot richtet sich an Auszubildende sowie an Ausbildungsbetriebe, die Nachwuchs sichern möchten. Die Ausbildung mit FHR verbindet eine reguläre duale Berufsausbildung im Betrieb und in der Berufsschule mit einem zusätzlichen schulischen Unterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife. Der zusätzliche Unterricht findet in allen drei Ausbildungsjahren einmal wöchentlich am Friedrich-List-Berufskolleg statt und umfasst Mathematik, Deutsch, Englisch sowie naturwissenschaftliche Inhalte. Die Unterrichts­zeiten liegen am späten Nachmittag, sodass Ausbildung und Zusatzunterricht miteinander vereinbar sind.

Am Ende des Bildungsganges erwerben die Teilnehmenden den Berufsabschluss (IHK / zuständige Kammer) und – bei erfolgreich absolvierter Prüfung – die Fachhochschulreife, die zum Studium an Fachhochschulen berechtigt.

Für wen ist das Angebot geeignet?

- Auszubildende mit Mittlerem Schulabschluss

- Jugendliche in anerkannten Ausbildungsberufen in NRW

- Lernbereite junge Menschen mit Interesse an zusätzlicher schulischer Qualifikation

Voraussetzungen:

- Mittlerer Schulabschluss oder Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

- Dreijähriger Ausbildungsvertrag

- Zustimmung des Ausbildungsbetriebes

- Enge Abstimmung zwischen Betrieb, Schule und Auszubildenden

Die Ausbildung mit Fachhochschulreife bietet Unternehmen:

- Gewinnung leistungsstarker und motivierter Auszubildender

- Bindung qualifizierter Fachkräfte an den Betrieb

- Erweiterung der Personalentwicklungs- und Weiterbildungs­perspektiven

- Steigerung der Attraktivität als Ausbildungsbetrieb

Unternehmen können gemeinsam mit den Auszubildenden individuelle Regelungen zur Arbeitszeit und zum Zusatzunterricht treffen. Die Bergische IHK und das FLBK unterstützen bei orga­nisatorischen und rechtlichen Fragestellungen.

Ansprechpartnerinnen: Jana Iffert (Friedrich-List-Berufskolleg): jiffert@flbk.de und Carmen Bartl-Zorn (Bergische IHK): c.bartl-zorn@bergische.ihk.de

Weitere Infos auf der Website der Bergischen IHK, www.bergische.ihk.de, unter der Nummer: 6931952

Die feierliche Vergabe der Deutschland­stipendien an der Bergischen Universität hat Ende 2025 stattgefunden. Die Bergische IHK ünterstützt dieses Jahr wieder einen Stipendiaten – dieses Jahr freut sich Frank Alexander Weber über die Unterstützung. 300 Euro im Monat je Stipendium werden zur Hälfte von privaten Fördergebern oder Institutionen gezahlt und zur Hälfte vom Bund.

Dank des Engagements zahlreicher Unternehmen und Institutionen im Schwerpunkt aus dem Bergischen Städtedreieck konnten allein dieses Jahr über 280 Studierende mit dem Stipendium ausgezeichnet werden.

Das Stipendium startete 2011 deutschlandweit und konnte jedes Jahr die Anzahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten steigern.

Drei Remscheider Unternehmen – Gedore Werkzeugfabrik, Paul Schulten und Fare – Guenther Fassbender – haben die erste „Azubi-Bustour“ ausgerichtet. Vor 60 Schülerinnen und Schülern konnten sich die drei Unternehmen präsentieren, ihr jeweiliges Ausbildungsangebot vorstellen und mit verschiedenen praktischen Übungen oder Quizrunden zum Mitmachen einladen. Angemietete Pendelbusse der Stadtwerke Remscheid transportierten die in drei Gruppen eingeteilten Teilnehmenden zwischen der Innenstadt und Lüttringhausen. Unterstützt wurde der Tag durch die Abteilung Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf der Stadt Remscheid und die Bergische IHK.

Ziel der Azubi-Bustour war es, Schulabgängerinnen und Schulabgängern von weiterführenden Schulen ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, Einblicke in die Unternehmen zu erlangen und sich bei der Berufswahl sowie der Wahl des Ausbildungsbetriebes inspirieren zu lassen. Die Unternehmen erhoffen sich von dieser Aktion eine größere Bekanntheit bei Schulabgängern und auch mehr Kenntnisse über die angebotenen Ausbildungsberufe bei den potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern. Mit der Aktion wurde bewusst ein neues Format ausprobiert, bei dem Ausbildungswillige und Ausbilder mehr gemeinsame Zeit zur Verfügung haben, als dies etwa bei Ausbildungsmessen der Fall ist.

Lea Steinegg, Personalreferentin bei Gedore: „Die Gelegenheit, solch ein Format mit einem Unternehmen in der direkten Nachbarschaft auszuprobieren, haben wir gern genutzt. Da unsere Unternehmen nicht im Wettbewerb mit den angebotenen Ausbildungsberufen stehen, macht es umso mehr Sinn.“ Christian Engels, Leiter Finanzen und Organisation bei Paul Schulten, ergänzt: „Als in Remscheid ansässiges Unternehmen probieren wir gern neue Formate aus, die uns helfen, aus den Schülern von heute Mitarbeiter von morgen zu machen.“ „Wir haben das Rad nicht neu erfunden, aber die Idee einer Schwestergesellschaft in Norddeutschland nach Remscheid geholt. Und die Rückmeldung zur ersten Runde hat gezeigt, dass das Interesse da ist. Wir beobachten nun den Erfolg und schauen dann, ob die Bustour in eine neue Auflage geht“, ergänzt Kerstin Grönke, Personal Managerin bei Fare, abschließend.

Das öffentliche Beschaffungswesen steht in Deutschland und Nordrhein-Westfalen vor erheblichen Herausforderungen. Obwohl Politik und Verwaltung grundsätzlich erkannt haben, dass ein effizienteres Vergaberecht entscheidend für einen handlungsfähigen Staat ist, steigt die praktische Umsetzungskomplexität weiter an. Insbesondere Unternehmen sehen das Vergaberecht zunehmend als Symbol staatlicher Bürokratie – mit spürbaren Konsequenzen für Wettbewerb, Kosten und Beteiligungsbereitschaft.

Mit dem geplanten Tariftreuegesetz des Bundes drohen erneut bürokratische Hürden, die Unternehmen wie öffentliche Auftraggeber vor erhebliche zusätzliche Anforderungen stellen.

IHK NRW fordert daher ein Vergaberecht „aus einem Guss“, das föderale Zersplitterung vermeidet und europäische sowie nationale Novellierungen eng aufeinander abstimmt. Besonders nach der Abschaffung der kommunalen Vergabegrundsätze in NRW ist es entscheidend, dass sich kommunal ein möglichst einheitliches und praktikables Regelwerk durchsetzt.

Das Wasser steht ihnen noch nicht bis zum Hals, aber sie sehen die Pegel steigen – mehr als 20 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Wuppertal, Solingen und Remscheid haben sich vor Weihnachten gemeinsam in die Wupper gestellt, um symbolisch auf die dramatische Lage der Industrie hinzuweisen. Außerdem präsentierten sie ein entsprechendes Forderungspapier.

Die Zahlen sind deutlich. Laut der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage sind 60 Prozent der Industrieunternehmen nicht ausgelastet, 41 Prozent sind mit den Geschäftszahlen nicht zufrieden. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) wollen bundesweit 36 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr Stellen abbauen. 33 Prozent der Unternehmen wollen weniger investieren als zuvor.

Die Krisen treffen das überdurchschnittlich Industrie-geprägte und exportabhängige Bergische Städtedreieck besonders – es besteht hoher geopolitischer Stress durch die US-Zollpolitik und die aggressive Exportstrategie aus Asien, insbesondere China. Hinzukommen brennende heimische Probleme, die endlich in Kommunen, Land und Bund sowie auf EU-Ebene gelöst werden müssen: hohe Energiekosten, hohe Lohnnebenkosten und die ausufernde Bürokratie. Außerdem beklagen die Unternehmen wankelmütige politische Entscheidungen, die dem entgegenstehen, was die Wirtschaft dringend braucht: Planbarkeit.

Die bergischen Unternehmer fordern, daran schnell etwas zu ändern – um Deutschlands Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen. Wie einhellig die Forderungen unterstützt werden, zeigt der große Zuspruch auf die Aktion: Neben IHK-Präsident Henner Pasch (Fourtexx), den IHK-Vizepräsidenten Dr. Andreas Groß (Berger Gruppe), Dr. Roman Diederichs (Dirostahl) und Jan Peter Coblenz (Brangs und Heinrich) sowie Vera Bökenbrink (Stahlwille) kamen zahl­reiche weitere Unternehmerinnen, Unternehmer und Verbandsleiter.

Dr. Andreas Groß unterstrich, dass es dringend eine Transformation der Industriepolitik geben müsse: „Wir brauchen einen Plan, der länger als ein Jahr anhält. Wir sind bereit, an diesem Prozess mitzuarbeiten. Etwa in einem nationalen Wirtschaftsrat, in dem wir den Mittelstand und unsere Region repräsentieren, oder als Modellregion für eine Industriepolitik der Zukunft.“

Vera Bökenbrink verwies auf den Verlust der Industriearbeitsplätze: „Wir verlieren in NRW 2.000 Industriearbeitsplätze jeden Monat. Und die kommen nicht zurück nach Deutschland. Wir müssen gemeinsam um den Verbleib der vorhandenen Arbeitsplätze kämpfen.“ Die Politik ignoriere aber den Mittelstand in den Diskussionen. Sie fordert, dass sich das dringend ändert.

IHK-Präsident Henner Pasch verdeutlichte, dass die Krise der Industrie auch Folgen darüber hinaus habe: „Wenn wir die Industrie verlieren, ist das das Todesurteil für die industrienahen Dienstleister und den Großhandel.“ Er fordert klar von Politik und Verwaltung, Ideen zu entwickeln, um die Industrie und die Arbeitsplätze zu fördern und zu schützen.

Beim 6. Unternehmerfrühstück in der Technischen Akademie Wuppertal (TAW) haben rund 70 Unternehmensvertreter die Gelegenheit zum Austausch genutzt und sich informiert über aktuelle Entwicklungen im Bereich Transformation und Change-Management.

Die Veranstaltung begann mit der Eröffnung und Begrüßung durch Carmen Bartl-Zorn, Geschäftsführerin der Bergischen IHK. Stefan Kirschsieper, Vorstand der TAW, stellte im Anschluss die Akademie vor. Die TAW, 1948 von Unternehmen gegründet, war bereits in der Nachkriegszeit Vorreiter der Transformation. Auch heute bleiben Transformation und Innovation zentrale Themen. Kirschsieper erläuterte die verschiedenen Stadien von Krisen und Veränderungsprozessen: Transformation, Restrukturierung und Sanierung. Dabei betonte er, dass wirtschaftliche Sanierung allein nicht ausreiche, sondern entscheidend sei, Mitarbeitende für Veränderungen zu begeistern und sie während des Prozesses zu begleiten, um Stress, Frust und Enttäuschung zu minimieren. Wandel sei zwar belastend, könne aber einen Neuanfang ermöglichen. Wesentliche Faktoren erfolgreicher Transformation seien eine Führungsstrategie, das Vorleben der Veränderung, die Partizipation der Mitarbeitenden und die Erhaltung bewährter Strukturen. Bartl-Zorn und Kirschsieper kündigten den neuen IHK-Zertifikatslehrgang „Facilitator-IHK“ ab 2026 an, der Mitarbeitenden die Kompetenzen vermittle, um die Veränderungsprozesse in den Unternehmen zu gestalten.

Prof. Philipp Trotter von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft – Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität Wuppertal, referierte über „Erfolgsfaktoren bei Change Management in Organisationen“.

Andreas Taddey, Director Production and Logistics, und Lamratou Ibrahim aus dem HR-Bereich der Dirak Dieter Ramsauer Konstruktionselemente GmbH berichteten über ihre Erfahrungen aus der Unternehmens­praxis zum Thema „Führung, Kommunikation und Konfliktmanagement im Transformationsprozess“. Das Familienunternehmen Dirak durchlief mehrfach organisatorische Veränderungen. Wechsel in der Geschäftsführung führten zu großer Unsicherheit bei den Mitarbeitenden. Die TAW unterstützte das Unternehmen, um Mitarbeitende zu befragen, Ziele zu definieren und Maßnahmen umzusetzen.

Das Unternehmerfrühstück machte deutlich: Transformation ist kein einmaliger Prozess, sondern ein kontinuierlicher Weg, der strategische Führung, Mitarbeitereinbindung und konsequente Umsetzung erfordert.

Über die Vermögen folgender Unternehmen wurden Insolvenzverfahren eröffnet:

30.10.2025: Mirco Canters, Berliner Str. 149, 42277 Wuppertal, Schankwirtschaft, Ausschank sämtlicher Getränke; Insolvenzverwalter: Rechts­anwalt Norbert Schrader, Wuppertal

07.11.2025: MMP Medical & more Personalservice UG (haftungsbeschränkt), Obenitterstr. 21, 42719 Solingen; Insolvenzberater: Rechtsanwalt Kai Bartelt, Wuppertal

07.11.2025: Hatira’s Beautysalon UG (haftungsbeschränkt), Bahnstr. 3, 42327 Wuppertal; Insolvenzverwalterin: Rechtsanwältin Magdalena Konschalla, Wuppertal

12.11.2025: Zekariya Aloso, Berliner Str. 130, 42277 Wuppertal, Vermittlung von Versicherungen und Bausparverträgen (gebundener Agent); Vermittlung von Energielieferungsverträgen wie Strom, Gas und Internet (unter Ausschl. erlaubnispflichtiger Tätigkeiten nach § 55 GewO); Vermittlung von Verträgen über den Handel mit Gold- und Edelmetallprodukten; Vermittlung von Geschäftsbeziehungen, Betreuung von behördlichen Angelegenheiten; Insolvenzverwalterin: Wirtschaftsjuristin Dilek Dini-Baduroglu, Wuppertal

13.11.2025: Nick Korchok, Falkenberg 43, 42113 Wuppertal, Einzelhandel in Partyartikeln. Handel mit Baustoffen, Bauvermittlung (unter Ausschluss Tätigkeiten gem. § 34 c GewO), Vermittlung von Handwerksaufträgen; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Kai Bartelt, Wuppertal

14.11.2025: Dietmar Bauer, Marklandstr. 112, 42279 Wuppertal, Vermittlung von Handelsaufträgen und Geschäftsbeziehungen; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Volker Quinkert, Wuppertal

19.11.2025: Weeser Transporte GmbH, Kasinostr. 66, 42651 Solingen; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Stefan Sprinz, Solingen

20.11.2025: Gloria Arhin-Müller, Sperberstr. 22, 42859 Remscheid, Verlags- und Buchhandlungstätigkeiten inkl. Produktion von audivisuellen Print- und Onlinemedien, Vermittlung von Rechtsgeschäften, Vertrieb von Handelswaren und Lizenzen|Logistiklösungen|Coaching- und Beratungstätigkeiten; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Prof. Dr. Peter Neu, Remscheid

28.11.2025: FINI Mechanische Bearbeitung von Metallwaren und Kunststoffen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Scheffelstr. 37, 42327 Wuppertal; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Jens Schmidt, Wuppertal

01.12.2025: Wichelhaus GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, Feuerbachstr. 12A, 42719 Solingen; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine, Wuppertal

09.12.2025: Karl Rüsche GmbH, Neuplatz 33, 42855 Remscheid; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Sven Bader, Remscheid

11.12.2025: Gökhan Südemen, Kotter Str. 24, 42655 Solingen, Haushaltswaren, Lederwaren, Spielwaren, Textilien, Elektrogeräte, verpackte Lebensmittel, Kosmetik, Körperpflegeprodukte, Schreibwaren, Elektro­zubehör; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Jan Oliver Anger, Düsseldorf

15.12.2025: Monika Purcz, Devarannestr. 6, 42719 Solingen, Immobilienmakler, Darlehensvermittler gem. § 34c GewO, Immobilienberatung- und Bewertung, Büroservice; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Jan Oliver Anger, Düsseldorf

16.12.2025: Ranko Dragas, Bismarckstr. 88, 42859 Remscheid, Schankwirtschaften; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Sven Bader, Remscheid

19.12.2025: Sabrina Klein, Schmitteborn 33, 42389 Wuppertal, Schädlingsbekämpfung/-prävention, Vermittlung von Handwerkeraufträgen, Gebäudemanagement; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Marco Kuhlmann, Wuppertal

01.01.2026: De Fazio GmbH, Ketzberger Str. 20a, 42653 Solingen; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Stefan Sprinz, Solingen

01.01.2026: BroSis GmbH, Friedrich-Engels-Allee 378, 42283 Wuppertal; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Marco Kuhlmann, Wuppertal

01.01.2026: LagerPlus GmbH, Löhdorfer Str. 51, 42699 Solingen; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Robert Fliegner, Solingen

01.01.2026: Gastro4Eis GmbH, Theodor-Heuss-Platz 7, 42853 Remscheid; Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Sven Bader, Remscheid

01.01.2026: Winning BLW GmbH, Papenberger Str. 37, 42859 Remscheid; Sachverwalter: Rechtsanwalt Dr. Jens Schmidt, Wuppertal

01.01.2026: Winning BLW Management GmbH Papenberger Str. 37, 42859 Remscheid; Sachverwalter; Rechtsanwalt Dr. Jens Schmidt, Wuppertal

Informationen über gewerbliche und private Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen können im Internet abgerufen werden. Das Justizministerium des Landes NRW veröffentlicht unter der Internet-Adresse www.insolvenzenbekanntmachungen.de zeitnah aktuelle Insolvenzverfahren.

Anfang Dezember haben sich die IHK-Handelsreferentinnen und -referenten aus Nordrhein-Westfalen im Bergischen Städte­dreieck getroffen. Neben der Erläuterung der lokalen Zentrenentwicklung wurden auch konkrete Beispiele in der Region besichtigt: So wurde die Fläche für das geplante Outletcenter in Remscheid-Lennep besucht und vor Ort die Chancen und Herausforderungen des Projekts intensiv diskutiert, ehe im Anschluss in Solingen-Ohligs die positive Entwicklung durch die Aktivitäten der dortigen Interessen- und Standortgemeinschaft bei einer Stippvisite unter die Lupe genommen werden konnte. Außerdem wurden Fachvorträge zu Gastronomiekonzepten in Innenstädten und zur Entwicklung von Smart Stores präsentiert. Darüber hinaus tauschten sich die Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen IHKs über zusätzliche aktuelle Einzelhandelsthemen aus und koordinierten weitere Aktivitäten zur Interessenvertretung auf Landesebene.

Die Bergische IHK spricht sich für den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur aus. Die Verzögerung durch das Einschalten des Europäischen Gerichtshofs durch das Europäische Parlament Mitte Januar ist aus Sicht der IHK sehr bedauerlich. Eine Ablehnung des Abkommens durch das Gericht hätte massive negative Folgen.

Die Verhandlungen zwischen der Europäi­schen Union und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zuvor hatten 25 Jahre gedauert. Die Einigung war ein wichtiger Schritt für die Stärkung des internationalen Handels und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft.

Durch das Abkommen würde die größte Freihandelszone der Welt geschaffen werden, mit über 700 Millionen Einwohnern. Dies spiegelt das Potenzial des Abkommens wider – auch für die Industrie im Städte­dreieck.

Aus Sicht der Bergischen IHK böte das Abkommen erhebliche Chancen für Unternehmen in Deutschland und Europa. Der Abbau von Zöllen senkt Exportkosten, insbesondere für Industrieerzeugnisse. Die Zölle für Autos und Autoteile liegen aktuell bei bis zu 35 Prozent, für Maschinen bei 12 bis 20 Prozent. Gleichzeitig erhielten europäische Unternehmen besseren Zugang zu einem Markt mit rund 260 Millionen Menschen. Besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bergischen könnten profitieren.

„Das EU-Mercosur-Abkommen würde die Handelsbeziehungen mit einer wirtschaftlich wichtigen Wachstumsregion stärken und ein klares Zeichen für offenen, regel­basierten Welthandel setzen“, betont Curt Mertens, Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses. „Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten sind verlässliche Partnerschaften und diversifizierte Lieferketten von großer Bedeutung für die Unternehmen des Städtedreiecks.“

Kaum ist eine Brücke fertig, droht die Sperrung der Nächsten. Die NRW-Wirtschaft schwankt zwischen A45-Freude und A4-Frust. Hinzu kommt die Angst, dass das Land beim Sondervermögen nicht genug Geld für die Infrastruktur bekommt. „Wenn das Geld nur für Brücken ist, stehen wir bald mehr im Stau als heute, warnt Ocke Hamann, Fachpolitscher Sprecher für Mobilität und Verkehr von IHK NRW, mit Blick auf die Ausnahmeregelung für Brücken im Sondervermögen. „Es gibt dann breitere Brücken, aber keine zusätzlichen Spuren zwischen den Brücken“, so der Experte zu den vorgesehenen Regelungen.

IHK NRW mahnt mehr Tempo bei der Erneuerung an und wirbt für zusätzliche Mittel. „Eine Finanzierung aus dem Haushalt ist keine gute Lösung“, so Ocke Hamann. „Wir brauchen Verlässlichkeit. Die gibt es nur mit einer Fondslösung und einem Sondervermögen, das auch für den Ausbau des Autobahnnetzes verwendet werden kann“, so Hamann abschließend.

Verlängerung der öffentlichen Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger

Wuppertal. Die öffentliche Bestellung und Vereidigung des nachstehenden von der IHK vereidigten Sachverständigen wurde verlängert:

Dr.-Ing. Peter Maresch, Solingen, Sach­gebiet: Funktionsfähigkeit und Schäden an Maschinen, Metallbearbeitungs­maschinen der spanabhebenden und spanlosen Formung, bis 07.12.2030.

Vorsitzender und Beisitzer der Einigungsstelle zur Beilegung von bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten aufgrund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb

Das Präsidium der Kammer hat folgende Persönlichkeiten für die Jahre 2026 bis 2030 zum Vorsitzenden beziehungsweise für das Jahr 2026 zu Beisitzern der Einigungsstelle zur Beilegung von bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten aufgrund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb sowie des Freiwilligen Einigungs- und Schiedsamts der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid für Wettbewerbsstreitigkeiten ernannt.

Für die Jahre 2026 bis 2030: Vorsitzender: Roland Schmidt, Vorsitzender Richter am Landgericht Wuppertal a. D. Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Michael Schlipköter, Fa. Mozart AG, Solingen

Beisitzer für das Jahr 2026: 1. Gewerbliche Wirtschaft, Ernst Robert Nouvertné, Fa. Nouvertné Immobilien GmbH & Co. KG, Solingen

Detlef Weißenfeld, Fa. Malerbetrieb Fuchs e. K. Inh. Detlef Weißenfeld, Remscheid

2. Verbraucher (nur Einigungsstelle), Rechtsanwalt Felix Flosbach, Düsseldorf, Rechtsanwältin Beate Wagner, Düsseldorf

Jenny Westermann (38) wird neue Geschäftsführerin der IHK-Lehrwerkstatt Solingen GmbH an der Schützenstraße in Solingen. Sie wird ihre Arbeit spätestens zum 1. April dieses Jahres aufnehmen. Gleichzeitig übernimmt sie auch die Geschäftsführung der Gemeinschaftslehrwerkstatt in Velbert (GLW Velbert e. V.), die vom Bergischen Arbeitgeberverband der Metallindustrie getragen wird.

Diese Werkstatt wird im Laufe des Jahres 2026 auf einen neuen Bildungscampus auf dem ehemaligen Schaeffler-Gelände nach Wuppertal verlagert. IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge freut sich auf die neue Leitung der Lehrwerkstätten und auf eine Stärkung der beruflichen Bildung im Bergischen Städtedreieck.

Jenny Westermann kommt aus dem Hochschulbereich und war zuletzt an der FOM Hochschule in Essen tätig. Sie bringt umfangreiche Erfahrung aus der Bildungslandschaft mit, die sie sowohl in ihrer beruflichen Laufbahn als auch durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kommunalpolitik erworben hat.

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