Griechische Spezialitäten und Patisserie in Solingen Mitte - Familienbetrieb mit 200 Plätzen

„Great“, das steht für „Greek“ und „Eat“, zusammengesetzt für „griechische Küche“. Gut 60 Gerichte bietet Grigorius Koprenas mit seinem Team an. Seit gut einem Jahr gibt es das Restaurant in Solingen-Mitte, und es hat schon eine große Fangemeinde.

Die Clemens Galerien in Solingen-Mitte: Eröffnet vor 25 Jahren, vereinten sie einst auf 16.000 Quadratmetern florierende Gastronomie und Einzelhandel. Heute ziehen vor allem das Multiplex-Kino „Das Lumen“, die VHS und Stadtbibliothek Besucher an. Darüber hinaus gibt es einige Filialisten sowie Fachgeschäfte. 2024 zog die AOK Rheinland/Hamburg mit ihrer Geschäftsstelle hier neu ein. Und eben das Great. „Laufkundschaft haben wir wenig“, bekennt Grigorius Koprenas. Er betreibt das Restaurant Great im Erd- geschoss, das im Dezember den ersten Jahrestag feierte.

Im November 2024 startete der 26-jährige Gastronom mit drei weiteren Inhabern, hat aber mittlerweile deren Anteile übernommen. „Es stellte sich als schwierig heraus, vier Meinungen unter einen Hut zu bekommen“, gibt er zu. So überarbeitete er aktuell die Karte in Nuancen: Veganes Pilzragout rein, Black Garlic Tzatziki raus. „Die Gerichte, die nicht so gut liefen, habe ich durch typisch griechische Hausmannskost ersetzt, die im Grunde allen schmecken sollte“, erklärt Grigorius Koprenas, etwa das traditionelle Pastitsio, ein Auflauf, ähnlich Moussaka, aber mit Röhrennudeln anstatt Kartoffeln. Zusätzlich setzt er auf internationale Küche, hat auch Garnelenspieße, Trüffel-Tagliatelle und Flapsteaks im Angebot.

1,4 Millionen Euro hatten er und seine Mitstreiter in die monatelange Sanierung ehemaliger Verkaufsfläche gesteckt. Entstanden ist ein modernes Ambiente im Lounge-Stil, griechisch inspiriert mit internationalem Flair. „Allein das Dunstabzugssystem kostete um die 200.000 Euro“, erklärt der junge Mann, der in der Pfalz aufwuchs und bei Mercedes-Benz zum Logistik-Kaufmann ausgebildet wurde. „Dort hatte meine Familie zwei Restaurants direkt an der Grenze zu Frankreich“, berichtet er. Von Kind auf sei er „zwischen den Töpfen“ unterwegs gewesen, später habe er sein Taschengeld mit Kellnern aufgebessert.

„Gastronomie habe ich im Blut“, sagt er nicht ohne Stolz. Und die griechische Küche war in der Geschichte seiner Familie, die ursprünglich aus Thessaloniki stammt, immer schon ein wichtiges Thema. Zur Auswahl stehen im Great rund sechzig Gerichte – etwa diverse Meze, Salate, Lamm- und Fischgerichte. Besonders stolz sind „Greg“, wie ihn Freunde nennen, und sein 15-köpfiges Team auf die selbstgemachten Törtchen und Desserts. Von hauchdünnen Filoteigküchlein mit frischen Orangenzesten, Portokalopita, über traditionellen griechischen Grießkuchen, Ravani, bis hin zu Cheesecake und Pistazien-Baklava.

In der Küche hat sein Stiefvater das Kommando, er selbst managt das Restaurant mit über 200 Plätzen sowie im Sommer weiteren rund 100 Plätzen draußen auf der Piazza des Einkaufszentrums. „Ich mag ja tatsächlich auch gern die deutsche Küche, so Knödel und Braten“, sagt er lachend. Kein Wunder, dass sich Grigorius Koprenas derzeit darum bemüht, schräg gegenüber zusätzlich ein Brauhaus eröffnen zu können. „Mal sehen, was der nächste Sommer bringt“, sagt er augenzwinkernd.

Text: Liane Rapp

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