Bergischer Zukunftspreis - Klimagerechte Stadt

Der traditionsreiche Landschaftsbaubetrieb Jakob Leonhards Söhne GmbH & Co. KG gehört zu den sehr innovativen Firmen im Bergischen Land. Gerade erhielt das Wuppertaler Unternehmen den Bergischen Zukunftspreis für innovative Konzepte zur klimagerechten Stadtentwicklung.

„Selten habe ich mit einem so guten Gefühl einen Preis verliehen“, betonte IHK-Präsident Henner Pasch bei seiner Laudatio. Er würdigte die Vielseitigkeit des 1886 gegründeten Landschaftsbaubetriebs. Dessen Tätigkeitsfeld umfasst unter anderem die Gestaltung kompletter Außenanlagen, Pflaster- und Asphalt­arbeiten, Kanalisation und Entwässerung sowie die Bereiche Landschaftsbau, Tiefbau und Erschließung. Sehr am Herzen liegt Leonhards auch die Dach- und Fassadenbegrünung im Sinne einer klimagerechten Stadt.

„Wir haben uns sehr über diesen Preis gefreut, gerade weil Landschaftsbauprojekte in Zeiten steigender klimatischer Belastungen eine entscheidende Rolle für die lebenswerte Zukunft unserer Städte spielen“, so Geschäftsführer Johann Chris­toph Leonhards. Der 40-Jährige leitet das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern seit 2013 in fünfter Generation.

Zahlreiche Großprojekte konnte Leonhards in den letzten Jahren erfolgreich abschließen. Dazu gehörte etwa der Kö-Bogen 2 in Düsseldorf. Im Bergischen Land ist der Betrieb aktuell für die umfangreichen Arbeiten zur Neugestaltung des Barmer Werth verantwortlich. Außerdem setzt Leonhards die Dachbegrünung der Rathaus Galerie Wuppertal um. „Das sind für uns klassische Projekte mit viel Potenzial für die Innenstadt“, erläutert Johann Christoph Leonhards. Er und sein Team sind auf besondere Herausforderungen spezialisiert. Wenn etwa drei 25 Meter hohe Kiefern in einen Innenhof gehoben werden müssen, ist das für den Betrieb mit großem Maschinenpark eine anspruchsvolle, aber lösbare Aufgabe. Die Kunden aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Sektor wissen diese Zuverlässigkeit zu schätzen. Trotz wirtschaftlich angespann­ter Zeiten sind die Auftragsbücher bei Leonhards gut gefüllt. Im letzten Jahr betrug der Umsatz 28 Millionen Euro.

In den nächsten Jahren will das Unternehmen weiter in die Zukunft investieren und seinen Sitz an der Düsseldorfer Straße ausbauen. Unter dem Titel „Green Gate Wieden“ sollen Firmen angesiedelt werden, die auf Nachhaltigkeit angelegt sind. Außerdem ist im Bereich Wiedener Kreuz ein größeres Verwaltungsgebäude vorgesehen. „Wir möchten ein Kompetenzzentrum mit gleichgesinnten Unternehmen errichten“, erklärt Johann Christoph Leonhards das Konzept. Von der Stadtbegrünung bis zum Regenwassermanagement soll hier alles entwickelt werden, was urbane Räume lebenswerter macht. Leonhards betont die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal und hofft auf einen erfolgreichen Abschluss des Genehmigungsverfahrens im kommenden Jahr.

Johann Christoph Leonhards ist seit frühester Jugend mit dem Betrieb verbunden und führt ihn mit großem Einsatz. Bereits im Alter von 28 Jahren übernahm er die Leitung von seinem Vater Hans Christian Leonhards. Zuvor studierte der Geschäftsführer Landschaftsbau und Management. „Ich bin mit dem Unternehmen aufgewachsen und daher hat sich die Entwicklung sehr natürlich angefühlt“, so Leonhards. Neben dem Engagement für die begrünte und klimagerechte Stadt nimmt er seine Verantwortung für die Belegschaft sehr ernst. So wurde für den Maschinenpark eine eigene Gesellschaft gegründet, an der sich die Mitarbeiter beteiligen und dadurch Vermögen aufbauen können.

Gerade in wirtschaftlich und klimatisch herausfordernden Zeiten wirbt Leonhards für einen pragmatischen Ansatz. „Wir sollten tun, was gut für die Lebenswirklichkeit der Menschen in unseren Städten ist“, lautet seine Meinung. Er plädiert für konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung und eine Stärkung der Wirtschaft. „Dabei sind bei allen Beteiligten Mut zum Handeln und ein klarer innerer Kompass gefragt“, so Leonhards.

Text: Eike Birkmeier

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