Geräte für Kälte und Wärme - Ideales Klima schaffen

Das Wuppertaler Unternehmen Kaut gilt als ein führender Anbieter von Lösungen für passgenaue Klimatisierung von Bauten aller Art. Als Großhändler arbeitet es mit Fachbetrieben zusammen und agiert mit neun Niederlassungen deutschlandweit.

Werke von Rembrandt und anderen alten Meistern sind von unschätzbarem Wert. Dass sie gut erhalten bleiben, hat viel mit einem gemäldefreundlichen Raumklima zu tun. Ein solches hat die vor 133 Jahren als Elektrizitätsgesellschaft gegründete Firma Kaut für die Sammlung des Kasseler Kunstmuseums Schloss Wilhelmshöhe geschaffen. Als einer der führenden An-bieter für Klima- und Heizsysteme sowie Luftentfeuchtung und Luftbefeuchtung, hat sie eine für Kunstwerke optimale Raumklimatisierung geplant. Rissen oder Abplatzungen in den Farbschichten wird so vorgebeugt.

„Das war ein besonders schöner Auftrag“, sagt Christina Kaut. Sie und ihr Bruder Philip Kaut leiten als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen mit Stamm­sitz in Oberbarmen in vierter Generation. „Es war herausfordernd, perfekte Konditionen für die Werke zu jeder Jahreszeit zu gewährleisten. Unverzichtbar sind dabei Fühler in jedem einzelnen Raum“, sagt die Firmenchefin rückblickend. Die übergeordnete Steuerung, die über eine Sensorik geleitet wird, müsse jederzeit verlässlich funktionieren. Der Auftrag des Museums sei nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, wie individuell Lösungen für eine passende Raumklimatisierung seien, so die 44-Jährige, die jüngst vom Landesfrauenrat in Rheinland-Pfalz als „erfolgreiche Frau im Mittelstand“ ausgezeichnet wurde.

Zum wirtschaftlichen Erfolg der Firma „Kaut, The Air Company“ haben Mut und die Bereitschaft, die Geschäftsfelder an veränderte Bedingungen anzupassen, bei- getragen, so Christina Kaut. Firmengründer Alfred Kaut elektrifizierte einst die Stadthalle und ganze Stadtteile Wuppertals. In den 1980er Jahren leitete ihr Vater den Wendepunkt ein, indem er den ersten Generalvertrieb Deutschlands für Klimageräte japanischer Produktion aufbaute. „Inzwischen sind wir eine Großhandelsfirma für Produkte, die die Luft perfekt konditionieren.“ Aber bis heute hafte der Firma das Image eines Handwerksbetriebes an. Einbau und Installation bildeten aber nur noch einen kleinen Geschäftszweig mit zehn Monteuren und vier Azubis.

Von den fast 200 Mitarbeitern seien die meisten Groß- und Außenhandelskaufleute, einige unter ihnen arbeiten in den neun Niederlassungen. „So können wir deutschlandweit nah am Kunden sein“, betont die studierte Betriebswirtin. Das Gros der Kunden bilden jedoch Kälte-Klima-Handwerksbetriebe. Für Endkunden sei man zwar der erste Ansprechpartner. „Wir beraten sie und erstellen die Konzepte, aber die Ausführung liegt überwiegend in den Händen der Fachbetriebe. Mit vielen arbeiten wir schon seit mehreren Generationen zusammen“, sagt die dreifache Mutter.

Eine Klimatisierung von Räumen müsse energieeffizient, umweltfreundlich, leicht zu installieren und möglichst kostengünstig sein. Zustand, Größe, Alter und Zweckbestimmung des Gebäudes werden bei der Planung ebenso berücksichtigt wie Fenstergrößen, Dämmung, Lage, Beschattung und die Einbausituation. Angesichts heißer Sommer im fortschreitenden Klimawandel steige die Nachfrage nach Klimaanlagen. Moderne Klimageräte können Raumluft auch reinigen, Viren und Bakterien herausfiltern. Eine nachträgliche Installation sei aufwändig, aber machbar. Der Idealzustand sei, vor Baubeginn zusammen mit den Planungsbüros ein Gesamtkonzept fürs Kühlen und Heizen zu entwerfen. Die beste und effizienteste Technologie sei die Luft-Luft-Wärmepumpe – denn sie kann beides. Ob Wohngebäude, Rechenzentren, Lagerhallen, Krankenhäuser oder die Verkaufsräume von einer Heimtierbedarfs-Kette – jeder dieser Endkunden von Kaut hatte andere Bedarfe. „Viele wünschen zum Beispiel eine zentrale Steuerbarkeit der Anlage und Auswertungsmöglichkeiten“, erklärt Christina Kaut. Bei der Zusammenstellung der Geräte und Steuerungseinheiten werden solche Kundenwünsche berücksichtigt.

Beim Klimatisieren von Räumen spielt neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle. Das ideale Raumklima für Gemälde, aber auch Menschen hat 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. „Trockene Heizungsluft steigert die Infektionsgefahr“, sagt Christina Kaut in ihrem angenehm klimatisierten Büro, in dem man die Raumluft gern tief einatmet.

Text: Sólveig Pudelski

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