Vom Händler für Klebebänder zum Lösungsanbieter - Kundenzentrierte Innovation

Stokvis Tapes ist ein international tätiger Spezialist für die Verarbeitung technischer Klebebänder. Als Teil des global führenden Industriekonzerns Illinois Tool Works Inc. (ITW) zählt das Unternehmen zu den bevorzugten Partnern in den Bereichen Kleben, Stanzen und Verbinden.

Es sind meistens die versteckten Produkte, die das Remscheider Unternehmen Stokvis Tapes nahezu unabdingbar in vielen Bereichen machen. Gegründet 1956 in den Niederlanden, wurde der bisher einzige Standort in Deutschland 1998 in Wuppertal eröffnet. 2021 fand der Umzug nach Remscheid statt, ein Meilenstein für das Unternehmen. „Eine flächenmäßige Vergrößerung war aufgrund ansteigender Projekt- und Mitarbeiteranzahl unbedingt erforderlich“, erklärt der heutige Plant-Manager Sebastian Krumbein. Waren es Ende der 90er Jahre sechs Mitarbeiter, sind es heute an die 100. Grund dafür waren unter anderem eine Fusion sowie firmeninterne Umstrukturierungen. „Einerseits haben wir unser Leistungsportfolio gezielt erweitert und führen das Stanzen nun eigenverantwortlich durch. Andererseits wurde angesichts der gestiegenen Auftragslage auf einen effizienten Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt.“ Hinzu kam die Anschaffung neuer Maschinen, die ebenfalls ihren Platz benötigten. Insgesamt stehen am Jägerwald 35 Maschinen, die Fläche für Produktion und Logistik beträgt 3.500 Quadratmeter. Hinzu kommen 800 Quadratmeter Büroflächen.

Hauptsegment von Stokvis Tapes, die weltweit noch an 14 weiteren Standorten vertreten sind, ist heute die Automobilindustrie mit dem Schwerpunkt Elektro­mobilität. Aber auch die Luftfahrt-, die Elektro- sowie die Möbelindustrie gehören zu den Tätigkeitsbereichen des Unternehmens. „Wir liefern unseren Kunden passgenaue Lösungen, die individuell auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind“, erklärt Krumbein. Dazu gehört etwa die Entwicklung von Isolierlösungen für Akkus in Elektroautos. „Hier geht es um Reichweitenoptimierung, aber auch um Sicherheit und Themen wie die reduzierte Brennbarkeit.“ Marktführer ist Stokvis Tapes bei Einbauhilfen für Windschutzscheiben an Autos. „Bemerkenswert ist, dass wir keine Materialien produzieren. Wir kaufen diese und entwickeln daraus individuelle Lösungen für unsere Kunden. Wir wählen aus einem großen Portfolio die richtigen Materialien aus und überlegen, wie wir diese am besten zusammenführen, um am Ende das beste Produkt zu haben. Ursprünglich waren wir hauptsächlich Händler für Klebebänder, heute sind wir Lösungsanbieter von Produkten, die Klebebänder beinhalten. Wir starten beim Kunden mit einem weißen Blatt Papier und gehen dann gemeinsam in die Entwicklung.“ Schrittweise hat sich das Unternehmen in diese Richtung weiterentwickelt – der entscheidende Wendepunkt erfolgte jedoch mit dem Umzug nach Remscheid. Heute macht das Unternehmen 25 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Ein zentrales Thema, das Stokvis Tapes – wie viele andere Unternehmen – beschäftigt, ist die Nachwuchsgewinnung. „Wir bilden in zahlreichen Berufsfeldern aus und bieten zusätzlich duale Studiengänge an. In Spitzenzeiten machten Auszubildende rund zehn Prozent unserer Belegschaft aus. Leider ist diese Zahl zuletzt rückläufig“, erklärt Andrea Stender, HR-Managerin, mit Bedauern.

Um dem entgegenzuwirken, ist das Unternehmen kontinuierlich auf der Suche nach engagierten Nachwuchskräften in allen Ausbildungsberufen – Industriekauf­mann/Industriekauffrau, Maschinen- und Anlagen­führer(in), Fachkraft für Lagerlogistik, Internationales Management (duales Studium), Wirtschaftsingenieurswesen (duales Studium). „Interessierte sind jederzeit herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden (stender@stokvistapes.de). Wir bleiben dran“, unterstreicht das Management-Team.

Text: Desirée Brünger

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