- Starkes Engagement
Liebe Leserinnen und Leser,
junge Frauen sind heute oft umfassend ausgebildet, klug, engagiert und durchsetzungsstark. Trotzdem übernehmen nach wie vor häufiger Söhne ein Familienunternehmen als Töchter. Traditionelle Rollenbilder sind immer noch in vielen Köpfen verankert. Obwohl es inzwischen genügend Beispiele gibt, bei denen Frauen hervorragende Firmenchefinnen sind.
In unserem Titelthema ab Seite 14 lassen wir Frauen zu Wort kommen, die erfolgreich die Unternehmen ihrer Väter übernommen haben. Viele fühlen sich wertgeschätzt und in ihrer Führungsrolle akzeptiert. Doch im Einzelfall erleben manche auch diskriminierendes Verhalten von Geschäftspartnern. Ein großes Thema bleibt auch die Vereinbarkeit von Familie und Verantwortung für das Unternehmen.
Wer lange arbeitet, freut sich über den neuen Trend zu nachhaltigen und regionalen Lebensmitteln aus dem Automaten. In Wuppertal gibt es gleich mehrere Stellen, an denen rund um die Uhr Bio-Gemüse, Bowls mit gesunden Zutaten aus der Region oder Eier von glücklichen Hühnern zu kaufen sind. Wie das funktioniert und welche Produkte gerne außerhalb der Ladenöffnungszeiten erworben werden, lesen Sie in unserem Schwerpunkt ab Seite 56.
Einen Rückzugsort mit nachhaltigen Produkten schuf Figan Sarikaya mit dem Kabäusken im Herzen Elberfelds. Sie erzählt ab Seite 62, wie es zu diesem besonderen Laden kam und welche Pläne sie noch hat. Reichlich Ideen haben auch die Betreiber des Visiodroms in Oberbarmen. Um sie verwirklichen zu können, haben sie sich in eine gemeinnützige Gesellschaft umgewandelt. Die faszinierende Atmosphäre des ehemaligen Gaskessels erleben Sie ab Seite 60.
Solche Initiativen zu stärken und zu fördern, das ist das Anliegen der Stadtspitzen, aber auch vieler weiterer Akteure in allen drei bergischen Städten. Um Ideen zu diskutieren und Initiativen zu bündeln, trafen sich Engagierte aus Solingen, Remscheid und Wuppertal bei der IHK zur Bergischen Innenstadtkonferenz. Wie best practice-Beispiele aussehen und was die drängendsten Themen waren, erfahren Sie ab Seite 36. Wenn Sie nach so viel Engagement bei einem Kaffee ausruhen wollen, haben wir auf Seite 12 auch dafür einen Tipp für Sie.
Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre,
Ihr Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer