Interieur aus einer Hand - Einrichtung ohne Stress
„Es ist eine sehr persönliche Arbeit, denn wir nehmen ja das ganz private Leben unserer Kundschaft wahr, wenn wir sie individuell beraten“, erzählen Barbara und Wolfgang Sopp. Die Inhaber von Arkade in Wuppertal bieten komplette Inneneinrichtungen an.
Das Ehepaar Sopp berät, plant und koordiniert Renovierungs- und Umbauarbeiten, aber verkauft auch (Polster-) Möbel, Lampen, Tapeten, Teppiche, Wand- und Lackfarben sowie internationale Stoff- und Tapetenkollektionen. Damit gibt es nur einen Ansprechpartner für die gesamte Inneneinrichtung. Die Kunden können also die Arbeit im Haus oder in der Wohnung Arkade überlassen, einziehen und sich wohlfühlen.
Möglich ist das durch die vielen Kontakte zu allen möglichen Handwerkern und Gewerken: „Wir kooperieren mit Schreinern, Malern, Elektrikern, Polstereien und Dekorateuren. Dadurch kommt alles, was zur Inneneinrichtung gehört, aus einer Hand. Das erspart Zeit und schwierige Absprachen“, so beschreibt es das Ehepaar.
Arkade bietet aber nicht nur Komplett-Inneneinrichtungen an. Wer seine alten Polstermöbel aufarbeiten möchte, sein Dachgeschoss ausbauen will, wer eine neue Fensterdekoration wünscht oder Unterstützung für die Dekoration benötigt, kann sich an die Arkade wenden.
Das Konzept ist erfolgreich – und zwar so, dass das Ehepaar in Werbung nicht investieren muss. Und das seit rund 48 Jahren: Am 28. Oktober 1978 eröffnete Barbara Sopp am Mäuerchen die Arkade als kleines Dekorations- und Möbelgeschäft. Wolfgang Sopp wurde im Laufe der Jahre immer mehr eingebunden.
Im Jahr 2009 zog die Arkade vom Mäuerchen an die Friedrich-Ebert-Straße in ein Gebäude mit angeschlossenem Café. Sechs Jahre später wurde Barbara Sopp der Café-Betrieb zu viel. Die Arkade zog wiederum in den Anbau ihres Wohnhauses auf dem Grifflenberg um. Im vergangenen Herbst ist die Arkade in die Moltkestraße gezogen. Die Ausstellungsfläche hat sich reduziert. „Wir wollten ein bisschen kürzertreten; schließlich sind wir über 70 Jahre alt“, lachen die beiden.
In all diesen Jahren entwickelte sich das Geschäftsmodell von der Laufkundschaft hin zu denjenigen, die einen Termin mit Barbara und Wolfgang Sopp machen, um sich zunächst beraten zu lassen. „Wir haben uns wenig um Trends gekümmert, wir sind etwas konservativer und bieten eine klassische Einrichtung an.“ Gleichzeitig nehmen sie regelmäßig an Messen teil; so wie aktuell in Paris an der Möbel- und Stoffmesse.
Gerade deshalb sei die Beratung auch so wichtig: „Wir gehen auf individuelle Wünsche ein und lernen die Menschen in ihrem ganz privaten Bereich kennen. Deshalb ist es gut, wenn wir die gleiche Wellenlänge haben“, meint Wolfgang Sopp. „In einem Gespräch kristallisiert sich schnell heraus, ob die Ideen zu den Vorstellungen passen oder eben nicht.“ Im Anschluss an die Beratung entstehen Skizzen, Zeichnungen der Wünsche – angefertigt durch freie Mitarbeiter.
Ans Aufhören möchte das Ehepaar Sopp noch nicht denken: „Wir machen so lange weiter, wie es uns Spaß macht.“
Text: Eva Rüther