Großes Brancheninteresse bei der 2. Automotive-Zukunftskonferenz - Wandel gestalten
Mehr als 150 Gäste aus Industrie, Politik und Wissenschaft diskutierten in Remscheid über die Transformation der Automobil- und Zulieferindustrie.
Wie verändert sich die Automobilindustrie – und welche Perspektiven ergeben sich daraus für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung bei der 2. Automotive-Zukunftskonferenz, zu der „automotiveland.nrw“ gemeinsam mit der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSWG) im Februar auf den Kompetenzcampus Technik und Wirtschaft Bergisches Land (BZI) nach Remscheid eingeladen hatte.
Den Auftakt der Konferenz bildeten die Begrüßungen durch Stephan Alexander Vogelskamp, Geschäftsführer in Personalunion von „automotiveland.nrw“ und der BSWG, und Alexander Lampe, Geschäftsführer des BZI, sowie ein Grußwort von Remscheids Oberbürgermeister Sven Wolf.
Besonderer Gast der Veranstaltung war Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Vor ihrem Impuls ließ sie sich zunächst durch die Werkstätten des BZI führen und tauschte sich mit Auszubildenden aus – ein praktischer Einstieg in die Themen Qualifizierung und Fachkräftesicherung.
In ihrem Impulsvortrag ging Ministerin Neubaur auf die aktuellen Herausforderungen der Branche und die Bedeutung eines starken Industriestandorts ein. Sie sagte: „Die Automobilindustrie muss einen tiefgreifenden Strukturwandel bewältigen, der durch Handelsbarrieren und wirtschaftliche Unsicherheiten erschwert wird. Doch auch wenn die Rahmenbedingungen schwieriger werden, können wir in NRW auf kluge Köpfe, technologisches Know-how und starke Wertschöpfungsnetzwerke bauen. Das Land unterstützt die Unternehmen ganz konkret – mit verlässlicher Politik, Förderung für Innovationen, neuen Marktchancen, Weiterbildung und digitaler Sicherheit. Gemeinsam sichern wir zukunftsfeste Arbeitsplätze, stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und bringen die Mobilität von morgen auf den Weg.“
Weitere Impulse prägten den Vormittag. Ferry M. M. Franz (ADAC Westfalen) ordnete aktuelle Mobilitätsperspektiven ein, während Alexander Jess (VDIK) die Rolle
internationaler Hersteller am Standort Deutschland analysierte. Prof. Dr. Jan-Philipp Büchler (FH Dortmund) zeigte zudem Wachstumschancen für mittelständische Unternehmen auf.
Am Nachmittag rückte der praktische Austausch in den Mittelpunkt. In mehreren Dialog-Workshops diskutierten die Teilnehmenden zentrale Herausforderungen der Transformation – darunter neue Märkte für Zulieferunternehmen, Qualifizierung in Zeiten technologischer Dynamik sowie Cybersicherheit in vernetzten Produktions- und Fahrzeugsystemen. Die Resonanz der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. In sozialen Netzwerken wurde die Konferenz als „sehr informativ“ mit „hervorragenden Gesprächen“ beschrieben. Mehrere Stimmen hoben außerdem die gute Organisation und die vielen Möglichkeiten zum Netzwerken hervor.
Stephan Alexander Vogelskamp zog ein positives Fazit: „Die Automobilwirtschaft befindet sich inmitten der tiefgreifendsten Veränderungen ihrer Geschichte. Unsere Konferenz hat gezeigt, dass wir diesen Wandel in Nordrhein-Westfalen nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten.“
Daniela Zolz, neue Projektleiterin des Projekts Traiber NRW, die die Konferenz für „automotiveland.nrw“ organisiert hat, ergänzt: „Für mich war die Zukunftskonferenz ein besonderer Einstieg bei ,automotiveland.nrw‘. Zu erleben, wie viele engagierte Akteure aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammenkommen und gemeinsam über die Zukunft der Branche diskutieren, hat mich sehr beeindruckt.“ Begleitend zur Konferenz präsentierten mehrere Aussteller ihre Projekte und Angebote entlang der Automotive-Wertschöpfungskette.
Text: Janina Zogass