- Grün hoch drei
Die Zeichen im Bergischen stehen auf Nachhaltigkeit, aber nicht nur. Es geht darum, die Region grundsätzlich für die Zukunft fit zu machen. An vielen Stellen wird genau daran gearbeitet.
Das Städtedreieck arbeitet an sich. In Wuppertal, Solingen und Remscheid sind viele Entwicklungen erkennbar, die das Potenzial haben, die Region nachhaltig zu transformieren. Und das ist durchaus wörtlich gemeint. Beispielsweise in Wuppertal. Die Stadt mit dem engen Tal, den vielen gewachsenen Quartieren und mittelständischen Betrieben geht in vielen Bereichen in Richtung Nachhaltigkeit.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Initiative Circular Valley, die Wuppertal zu einem Hotspot für die internationale Kreislaufwirtschaft gemacht hat. Im Frühjahr 2026 kamen 14 Start-ups aus aller Welt nach Wuppertal, um sich in der Stadthalle einem internationalen Publikum zu präsentieren. Die Themen: digitale Produktpässe, KI-gestützte Recyclingprozesse, neue Rohstoffe, Wasser, Verpackung, Bau- und Konsumgüter. Für die Bergische Wirtschaft ist das deshalb interessant, weil viele Unternehmen mitten in solchen Wertschöpfungsketten stehen.
Auch die Circular Valley Convention hat gezeigt, wie groß das Thema geworden ist. Sie fand im März 2026 im Areal Böhler in Düsseldorf statt. Mehr als 20 Wuppertaler Unternehmen und Institutionen präsentierten dort Lösungen für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. Dabei waren unter anderem die AWG, Bayer, Erfurt, Fahnen Herold, Gebrüder Becker, HUEHOCO, die Kalkwerke Oetelshofen, die Stadtsparkasse Wuppertal und Vorwerk. Am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung zeigten auch smart.wuppertal, das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal, die Neue Effizienz, ZNHoch3 und Local Life, wie breit das Thema inzwischen geworden ist. Kreislaufwirtschaft ist in Wuppertal nicht nur eine Idee aus Forschung und Beratung. Sie wird in Betrieben, bei Versorgern, in der Abfallwirtschaft, im Bau, in der Finanzierung und im Produktdesign praktisch erprobt.
Dass Kreislaufwirtschaft in Wuppertal nicht beim Netzwerken endet, zeigt das Projekt Smart Circular Wuppertal. Es läuft von April 2025 bis März 2028 und wird über das Landesprogramm Circular Economy, CircularCities.NRW gefördert. Die Stadt, das Wuppertal Institut, CSCP und die Neue Effizienz entwickeln zusammen eine digitale Plattform, die Beiträge zur Kreislaufwirtschaft sichtbar machen soll. Es geht etwa um Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Reparatur und Recycling. Die Nutzung und die Effekte sollen in Echtzeit erfasst werden. Für Betriebe kann daraus ein praktischer Nutzen entstehen. Wer Material spart, Reparaturangebote entwickelt, Verpackungen reduziert oder Rücknahmesysteme testet, braucht belastbare Zahlen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen haben selten eigene Abteilungen für Nachhaltigkeitsdaten. Wenn solche Daten besser gebündelt werden, kann das die Transformation beschleunigen.
In diese Linie passt auch die Bundesgartenschau Wuppertal 2031. Sie ist für die Stadt mehr als ein einmaliges Event. Die BUGA gGmbH sieht das Vorhaben als echtes Stadtentwicklungsprojekt, das noch weit nach 2031 wirken soll. Geplant sind drei Kernareale im Westen der Stadt: Tesche, Grüner Zoo und Wupperpforte. Im Areal Tesche soll nach der BUGA ein neues Wohngebiet entstehen. Der Grüne Zoo wird direkt einbezogen. An der Wupperpforte von der Kaiser- zur Königshöhe ist eine rund 700 Meter lange Hängebrücke geplant. Für die Stadtentwicklung ist vor allem wichtig, was danach bleibt: bessere Grünverbindungen, neue Radwege, aufgewertete Freiräume und ein anderer Umgang mit vorhandenen Materialien. Die zweite Machbarkeitsstudie spricht ausdrücklich vom Leitbild der Zirkularität. „Circular BUGA“ ist damit gleichzeitig ein Anspruch an Planung, Bau und Nutzung.
Die Klingenstadt Solingen hat zahlreiche gewachsene Gewerbelagen und eine starke industrielle Erinnerungskultur. Heute werden diese Flächen wieder geöffnet, Gebäude saniert und neue Nutzungen vorbereitet. Das wohl sichtbarste Projekt dieser Art ist der Change.Campus auf dem ehemaligen Rasspe-Areal an der Adresse Stöcken 17. Fast 130 Jahre lang prägte der Standort die Stadt, dann wurde das Gelände zur Brache. Im April 2024 wurde die ehemalige Lehrwerkstatt als erster Baustein wiederbelebt. Investor ist die Bauconzept Real Estate GmbH. Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft zog dort ein und machte den Ort zu einem regionalen Arbeitsstandort. Der zukünftige Campus wird sich auf zirkuläre Nachhaltigkeit, intelligente Produktion und neue Mobilität konzentrieren. Damit wird aus dem alten Rasspe-Gelände ein programmatischer Ort für den Wandel im Bergischen Land.
Inzwischen geht die Entwicklung weiter. Solingen.Business erhielt für die Erschließung des Gewerbegebiets Stöcken 17 rund 2,19 Millionen Euro aus der GRW-Förderung. Über dieses Programm unterstützen Bund und Land wirtschaftsnahe Infrastruktur in Regionen, die gezielt gestärkt werden sollen. Auch technisch setzt der Change.Campus ein klares Zeichen. Für die Energieversorgung ist ein Eisspeicher-Heizsystem geplant. Es soll künftig den Heizwärmebedarf des gesamten Change.Campus von rund 1.700 MWh pro Jahr nahezu CO₂-neutral decken. Die Stadtwerke Solingen entwickeln das Energiekonzept. Für die ehemalige Lehrwerkstatt sind bereits drei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit je 41 kW im Einsatz. Für den gesamten Campus soll das Eisspeichersystem voraussichtlich mit drei Großwärmepumpen arbeiten. Solar-Luft-Absorber sollen den Kreislauf unterstützen. Ab April 2026 will die Brunner GmbH neue Büro-, Präsentations- und Lagerflächen auf dem Gelände beziehen. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg ist auf hochwertige Objektmöbel und Raumlösungen spezialisiert.
Der Change.Campus ist Teil des Solinger InnovationBelt. Dahinter stehen drei Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten: der Innovation.Campus, der Change.Campus und der IT.Campus östlich des Hauptbahnhofs in Ohligs im Hansa-Quartier. Während es am Change.Campus um Produktion, Mobilität und Zirkularität geht, rückt der IT.Campus digitale Themen in den Fokus. Der Innovation.Campus ergänzt diese Linie als weiterer Baustein der gewerblichen Entwicklung.
Ein weiteres konkretes Beispiel ist das ehemalige Gedore-Areal an der Rathausstraße. Investor Volker Einbeck entwickelt den traditionsreichen Standort zu einem modernen Gewerbehof weiter. Gedore hatte das Gelände vor einigen Jahren aufgegeben, nun sollen dort unterschiedliche gewerbliche Nutzungen möglich werden. Die Dächer, die technischen Anlagen, die Stromversorgung und Glasfaser sollen modernisiert und historische Gebäude erhalten bleiben.
Das alles zeigt: Solingen arbeitet zeitgleich an mehreren Zukunftsorten. Die Stadt setzt damit auf Revitalisierung und die Verbindung von Bestand und Zukunft. Man könnte sagen, das ist die bergische Art des Umbaus: vorhandene Gebäude, bekannte Namen und gewachsene Lagen werden in die nächste Nutzung geführt.
Remscheid denkt seinen Wirtschaftsstandort gerade an drei sehr unterschiedlichen Stellen weiter: am Stadtrand, in der Ausbildung und mitten in der Industrie. Die Stadt ist stark durch Metall, Werkzeuge, Maschinenbau und Zulieferer geprägt. Viele Betriebe arbeiten in Nischen, oft mit hoher technischer Tiefe. Gleichzeitig stehen alte Standortfragen wieder oben auf der Liste. Wo können Unternehmen wachsen? Wie bleibt technisches Wissen in der Region? Wie kann energieintensive Produktion klimafreundlicher werden?
Ein großes Projekt ist das interkommunale Gewerbegebiet Gleisdreieck in Bergisch Born. Es liegt am Schnittpunkt von Remscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen. Die drei Städte haben im Januar 2026 bekräftigt, das Vorhaben gemeinsam fortzuführen. An dem Treffen nahmen Remscheids Oberbürgermeister Sven Wolf, Hückeswagens Bürgermeister Mario Moritz und Wermelskirchens Bürgermeister Bernd Hibst teil. Die Botschaft: Das Gewerbegebiet soll als gemeinsames Projekt entwickelt werden. Das Gleisdreieck steht somit für eine neue Standortlogik, nach der angestrebt wird, einen Wirtschaftsraum gemeinsam zu denken.
Der zweite wichtige Ort liegt an der Wüstenhagener Straße. Dort entsteht beim BZI Kompetenzzentrum Technik und Wirtschaft Bergisches Land ein neues Zentrum für CNC- und Automatisierungstechnik. Der neue Bereich erweitert die technische Ausbildung und Weiterbildung am Standort. Es soll zum Ausbildungsstart im Sommer 2026 den Betrieb aufnehmen. Auf dem Gelände entsteht damit ein moderner Lernort für technische Ausbildung und Weiterbildung. Erste Termine für CNC-Kurse sind bereits im Programm sichtbar. Dazu gehören Grundstufen und Aufbaustufen für Auszubildende aus Berufen wie Zerspanungsmechanik, Werkzeugmechanik und Industriemechanik.
Der dritte Strang führt direkt in die Transformation energieintensiver Industrie. Vom 16. bis 18. Juni 2026 findet das Future Cleantech Festival zum vierten Mal in Remscheid statt. Die Veranstaltung widmet sich vor allem schwer zu dekarbonisierenden Branchen. Im Mittelpunkt stehen Schwerindustrie, Stromnetze und der Bausektor. Der Remscheider Bezug ist dabei konkret: Future Cleantech Architects arbeitet mit lokalen Industriepartnern wie Dirostahl daran, Wege aus fossiler Energie in energieintensiven Prozessen zu prüfen. So wird das große Thema Klimaneutralität an realen Produktionsbedingungen gespiegelt.
Seit über 15 Jahren steht das Gut Landscheid für außergewöhnliche Veranstaltungen, die im Gedächtnis bleiben. Das historische Anwesen liegt eingebettet in Wäldern und Wiesen – ein Ort, der Inspiration und Erholung zugleich schenkt. So entsteht die perfekte Balance zwischen konzentriertem Arbeiten und entspanntem Miteinander.
Nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt und doch mitten im Grünen bietet Gut Landscheid ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Tagungen, Workshops oder Firmenfeiern. Das ehemalige Rittergut verbindet stilvolle Atmosphäre mit moderner Funktionalität und schafft damit den passenden Rahmen für jedes Business-Event.
Für Firmenkunden stehen unterschiedliche Räumlichkeiten zur Verfügung: der stimmungsvolle Weinkeller für exklusive Runden, die rustikale Scheune für besondere Anlässe sowie helle, technisch ausgestattete Räume für Tagungen und Konferenzen. Tageslicht, moderne Präsentationstechnik und kostenfreies WLAN sorgen für professionelle Arbeitsbedingungen. Eigene Parkplätze und E-Ladesäulen ermöglichen eine stressfreie Ankunft. Wer länger tagen möchte, findet in 25 komfortabel ausgestatteten Zimmern erholsamen Schlaf.
Ein besonderes Highlight ist der hauseigene Kurzspiel-Golfplatz. Auf Wunsch steht ein erfahrener PGA-Golflehrer zur Verfügung, um Team-Incentives oder kurze Aktivpausen zu gestalten. Ein Angebot, das Motivation und Zusammenhalt spielerisch stärkt. Ergänzend können auch Trainerinnen und Trainer für Spezialthemen, Fitness oder Ernährung hinzugebucht werden.
Kulinarisch überzeugt das Gut Landscheid mit seiner kreativen, regional geprägten Küche. Das Restaurant 13Null1 bietet Menüs, Buffets und Pauschalangebote, die Qualität, Abwechslung und Transparenz verbinden. Ob Business-Lunch oder ganztägiges Rundum-Sorglos-Paket: Jedes Firmenevent wird mit professionellem Service und Liebe zum Detail umgesetzt.
Dank klarer Preisstrukturen, persönlicher Beratung und der guten Anbindung an Köln, Düsseldorf und Leverkusen genießen Unternehmen volle Planungssicherheit und Flexibilität. Gut Landscheid ist damit weit mehr als eine Eventlocation: ein Ort, an dem erfolgreiche Arbeit, Genuss und Entspannung selbstverständlich zusammengehören.
- Tagungs- und Besprechungsräume für bis zu 100 Personen
- Umgeben von wunderschönster Natur
- Team-Aktivitäten (Golfen, Bogenschießen, …)
- 25 individuelle, moderne Zimmer
- Kostenlose Parkplätze & E-Tankstellen
- Planungssicherheit dank Pauschalpreis
Seit mehr als 15 Jahren erfolgreich
Seit fünf Jahren steht der ZEIT:RAUM in Remscheid für eine neue Art des Tagens im Bergischen. Was als Vision begann, ist heute eine etablierte Adresse für Unternehmen, die mehr suchen als „0815“: einen Ort, an dem konzentriertes Arbeiten, kreative Zusammenarbeit und Wohlfühlatmosphäre zusammenkommen.
Mit viel Tageslicht, natürlichen Materialien und modernster Technik bietet der ZEIT:RAUM ideale Bedingungen für Seminare, Meetings und hybride Veranstaltungen für bis zu 80 Personen. Vom großen Saal über Coaching- und Konferenzräume bis hin zu Lounge und Garten lassen sich die Räume flexibel auf Gruppengröße und Anlass abstimmen. Besonders geschätzt werden die persönliche Betreuung und die inspirierende Atmosphäre – vom ersten Kaffee bis zum letzten Keks. Viele Unternehmen kommen regelmäßig zurück und nutzen den ZEIT:RAUM für Strategietage, Weiterbildungen oder kreative Entwicklungsprozesse.
Fünf erfolgreiche Jahre sind Anlass zum Rückblick und Ansporn, weiter neue Maßstäbe für modernes Tagen im Bergischen Städtedreieck zu setzen. Wer produktives Arbeiten und angenehmes Ambiente verbinden möchte, findet im ZEIT:RAUM den passenden Rahmen.
Seit über 125 Jahren steht die Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände (VBU) für eine starke Gemeinschaft von Unternehmen im Bergischen Land. Was mit dem Zusammenschluss engagierter Unternehmerinnen und Unternehmer begann, gilt bis heute: Gemeinsame Interessen lassen sich stärker vertreten als einzelne Positionen. Die VBU begleitet und gestaltet die wirtschaftliche Entwicklung der Region seit Generationen mit und stärkt damit den Wirtschaftsstandort Bergisches Land. Heute vereint sie über 500 Unternehmen in neun Mitgliedsverbänden.
Schon früh war die VBU branchenübergreifend aufgestellt. Unternehmen unterschiedlichster Bereiche kamen zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsame Anliegen zu vertreten. Dieser Gedanke prägt die Arbeit bis heute – und gewinnt angesichts aktueller Herausforderungen weiter an Bedeutung.
Transformation, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und zunehmende regulatorische Vorgaben stellen Unternehmen vor komplexe Aufgaben. Orientierung zu schaffen und tragfähige Lösungen zu finden, wird immer anspruchsvoller.
Darauf hat die VBU ihre Rolle weiterentwickelt. Neben der klassischen Interessenvertretung ist ein Netzwerk entstanden, das Unternehmerinnen und Unternehmer verbindet und sie bei Veränderungsprozessen begleitet. Grundlage dafür sind der enge Austausch mit den Unternehmen der Region sowie arbeitsrechtliche, tarifpolitische und personalwirtschaftliche Expertise.
Zentral sind dabei die neuen Dialogformate der VBU. Gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen werden aktuelle Themen und unternehmerische Fragestellungen diskutiert. Formate wie „Im Dialog mit“ bringen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen und fördern bewusst den branchenübergreifenden Austausch – auch über die Mitgliedschaft hinaus. Unternehmen gewinnen dadurch neue Impulse und praxisnahe Ansätze für ihre eigenen Herausforderungen.
Auch die Seminare greifen aktuelle Themen praxisnah auf – von Führung und Kommunikation bis zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen. Mit der Bergischen Unternehmerlounge entsteht ab Juli 2026 zudem ein weiterer Ort für Begegnung und Zusammenarbeit in der Region. So gestaltet die VBU auch nach über 125 Jahren die wirtschaftliche Entwicklung im Bergischen Land aktiv mit – als branchenübergreifendes Netzwerk, das Austausch und Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der eigenen Branche ermöglicht.