-
Neuigkeiten aus der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal, Solingen, Remscheid
Rund 350 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft haben Mitte September die Eröffnung des Bergischen Bildungscampus (BBC) gefeiert. Auf dem ehemaligen Schaeffler-Areal in Wuppertal-Varresbeck wurde damit ein neuer Standort für Ausbildung und Qualifizierung offiziell eröffnet. Durch das Programm führte Hörfunkredakteurin und Moderatorin Christiane Rüffer.
Vera Bökenbrink, Vorstandsvorsitzende der Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände, erläuterte, warum sich der Bergische Arbeitgeberverband der Metallindustrie für den neuen Standort engagiert. „Für uns als AGV ist der Tag etwas wirklich Besonderes. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die regionale Ausbildung zu übernehmen“, sagte Bökenbrink. Der Verband investiert 3,7 Millionen Euro in den neuen Standort und hat einen Mietvertrag über 15 Jahre abgeschlossen. „Wir glauben an die Industrie im Bergischen Land“, so Bökenbrink. Die Resonanz auf die Eröffnung unterstreiche den Bedarf: „Wir hatten über 380 Anmeldungen. Daran sieht man, wie wichtig Ausbildung und Fachkräfte sind.“
Der BBC führt die Arbeit der Gemeinschaftslehrwerkstatt fort. Bereits seit 1938 wurde hier überbetrieblich in Metall- und Elektroberufen ausgebildet. Für den Neustart wurden bestehende Strukturen gesichert und die Ausbildungsbereiche modernisiert. Seit Ende August läuft die Ausbildung für rund 60 Auszubildende und Umschüler der Metall- und Elektrobranche.
Auch Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für den Wirtschaftsstandort. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Industrie sagte er: „Wir verlieren gerade rund 3.000 Industriearbeitsplätze. Das macht uns große Sorgen. Das heißt, das Land wird ärmer. Wir müssen es schaffen, dass die Industrie wieder nach vorne kommt.“ Die duale Ausbildung gehöre zu den Stärken des Wirtschaftsstandorts. Eine berufliche Ausbildung sei gleichwertig mit einer akademischen. „Eine berufliche Ausbildung ist ein Ticket für ein sicheres Leben“, sagte Heidmeier. Sein Fazit zum Campus: „So eine Ausbildungsstätte wie diese hier gibt mir Optimismus für die Zukunft.“
Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff hob die Bedeutung des Bergischen Bildungscampus hervor. Der Standort verbinde Industrie und Aufbruch. Besonders die Berufsorientierung sei ihr ein Anliegen. „Zu viele junge Menschen bleiben nach dem Abschluss ohne Ausbildung. Das können wir uns in Zeiten von Fachkräftemangel nicht leisten.“
Auch Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, begrüßte den Neustart. „Ich bin froh, dass hier wieder etwas entsteht, bei dem junge Menschen ein Handwerk lernen können.“ Für Giesler ist die Rückkehr der Ausbildung an den Standort auch persönlich besonders. Er selbst hatte hier vor 44 Jahren seine Ausbildung begonnen.
Jenny Westermann, Geschäftsführerin des Bildungscampus, blickte auf die weitere Entwicklung des Standorts: „Unsere Vision ist, dass der Bergische Bildungscampus ein lebendiger Ort für Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung in der Region wird.“ Sie lud die Gäste ein, den Campus zu nutzen, ins Gespräch zu kommen und die weitere Entwicklung mitzugestalten.
Im Mittelpunkt der Eröffnung stand die gemeinsame Verantwortung für Ausbildung und Fachkräftesicherung. Unternehmen, Politik, Sozialpartner und Bildungspartner wollen den neuen Standort weiterentwickeln. Nach dem offiziellen Teil erkundeten die Gäste die Ausbildungs-, Werkstatt- und Lernbereiche. Ausbilderinnen und Ausbilder gaben Einblicke in die Arbeit des Bergischen Bildungscampus und die bereits laufenden Ausbildungsangebote.
Gemeinsam mit den drei Bergischen Oberbürgermeistern ruft das Kompetenzzentrum Frauen und Beruf engagierte, erfolgreiche Frauen auf, sich für den Wettbewerb „Women and Work“ zu bewerben.
Gesucht werden wieder Frauen, die den Mut hatten und haben, gegen Widerstände zu kämpfen, sich zu behaupten oder mutig in die erste Reihe gehen. Damit möchte das Kompetenzzentrum ein Zeichen setzen und weitere Frauen ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, ein Unternehmen zu übernehmen oder ganz neue Wege zu beschreiten.
Der Teilnahmebogen kann ab sofort und bis zum 21. November online unter www.bergisch-competentia.de ausgefüllt werden, er richtet sich an Frauen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid. Auch Nominierungen sind per E-Mail an competentia@stadt.wuppertal.de möglich.
Die Preise werden in drei Kategorien vergeben: Kategorie 1:
Vorbildhafte Unternehmerin; Kategorie 2: Kreative Lösung zur eigenen Existenzsicherung; Kategorie 3: Leitung eines nachhaltigen Projekts für Frauen. Die Preisübergabe übernehmen die Oberbürgermeister der drei Bergischen Städte im Rahmen eines festlichen Empfangs, der gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck ausgerichtet wird. Er findet im Frühjahr 2027 in Solingen statt. In der Jury, die die Gewinnerinnen auswählt, sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Verwaltung.
Seit 2015 gibt es den Wettbewerb „Frau mit Profil“. In diesen zwölf Jahren wurde der Preis an ganz unterschiedliche Persönlichkeiten verliehen. Mit der Verleihung des Preises möchte Competentia die Kraft der Veränderung sichtbar machen und mutige Frauen würdigen. Gesucht werden Frauen, die Dinge anders machen und etwa ein Unternehmen in einer schwierigen Phase neu ausgerichtet haben. Frauen, die trotz Widerständen eine Führungsposition übernommen haben oder eine Krise als Wendepunkt genutzt haben. Frauen, die eine männerdominierte Branche erobert haben oder neue Wege gegangen sind. „Unser Ziel ist es, Frauen sichtbar zu machen, die beruflich Verantwortung übernehmen – die mit Mut vorangehen, verändern, bewegen. Mit dieser Auszeichnung wollen wir erneut couragierte Rollenvorbilder ins Rampenlicht rücken, um damit andere Frauen zu inspirieren, eigene Führungswege zu gehen“, erklärt Roswitha Bocklage, Leiterin des Kompetenzzentrums und der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung der Stadt Wuppertal.
Weitere Informationen zum Preis „Women and Work ‘27“ gibt es online unter:
Die Branding-Agentur Pechschwarz hat den German Web Award 2026 gewonnen. Im Vorjahr belegte die Agentur noch Platz sechs.
„Wir sind stolz auf diesen Sprung“, sagt Erik Breit, CEO von Pechschwarz. „Von Platz sechs auf Platz eins innerhalb eines Jahres, das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit unseres gesamten Teams. Dass gleichzeitig eines unserer Projekte als bestes Projekt des Jahres ausgezeichnet wurde, macht diesen Erfolg noch bedeutender für uns.“ Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit für die Firma Sauren. Die neue Website des Unternehmens überzeugte die Jury in allen drei Bewertungsbereichen und wurde mit dem Titel „Projekt des Jahres“ prämiert, der zusätzlichen Auszeichnung für die insgesamt beste eingereichte Arbeit des Jahrgangs.
Der German Web Award zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für digitale Exzellenz im deutschsprachigen Raum. Jede teilnehmende Agentur wird anhand von 531 Einzelkriterien aus den drei Bereichen Design, Know-how und Kundenzufriedenheit bewertet. Eine Auszeichnung erhalten Agenturen erst ab einer Gesamtpunktzahl von 6,90 von 10 möglichen Punkten.
Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck und das Hochschulnetzwerk „Women Entrepreneurs in Science“ (WES+) wollen das Thema Unternehmensnachfolge in den Fokus rücken.
In einer gemeinsamen Veranstaltung soll es um unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Nachfolge gehen. Nadja Richter, Fachreferentin für Diversity und Unternehmensgründung vom Kompetenzzentrum, weiß: „Die Unternehmensnachfolge ist für viele Betriebe eine der wichtigsten Zukunftsfragen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Nachfolgeprozesse oft erst dann in den Blick geraten, wenn bereits konkreter Handlungsdruck besteht.“ An dieser Stelle soll die Veranstaltung ansetzen. Sie richtet sich an alle, die sich für das Thema Unternehmensnachfolge interessieren, unabhängig davon, ob eine Nachfolge aktuell ansteht oder erst in Zukunft relevant werden könnte.
Wann: Donnerstag, 22. Oktober, 16 bis 19 Uhr. Wo: Ehem. Bundesbahndirektion (Unisaal), Döppersberg 41, 42103 Wuppertal Anmeldung (bis zum 13. Oktober) online. Jacqueline Endres, Geschäftsführerin des Remscheider Werkzeugherstellers Endres Tools, gewährt mit ihrer persönlichen Nachfolgegeschichte Einblicke in die Erfahrungen, Herausforderungen und Erkenntnisse ihres Nachfolgeprozesses.
https://www.wuppertal.de/microsite/competentia/global/tipps_und_termine.php
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Gastronomie, Hotellerie und Tourismus sind im Visiodrom in Wuppertal zusammengekommen, um sich über die Bedeutung der Bundesgartenschau (Buga) 2031 für das Bergische Städtedreieck auszutauschen. Zu der gemeinsamen Informationsveranstaltung hatten die Bergische IHK, der Dehoga Nordrhein e. V. und der Bergisches Land Tourismus Marketing e. V. (BLTM) eingeladen.
Nach der Begrüßung durch Gastgeberin Marie Haus sprach Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff über die Bedeutung der Buga für Gastronomie und Hotellerie in Wuppertal und der Region. Anschließend stellte Susanne Brambora Schulz, Geschäftsführerin der Bundesgartenschau Wuppertal 2031 gGmbH, den aktuellen Planungsstand der Bundesgartenschau, die Zeitplanung sowie die Auswirkungen auf das Bergische Städtedreieck vor. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Möglichkeiten für Unternehmen, sich frühzeitig einzubringen und von den erwarteten Besucherströmen zu profitieren.
„Die Stimmung einer Stadt und einer Region ‚wird nicht in Sitzungen beschlossen. Sie bildet sich an den Theken, an den Rezeptionen und bei Veranstaltungen“, sagte Marie Haus, die zugleich den Buga-Arbeitskreis bei der Bergischen IHK leitet. „Genau dort entscheidet sich auch, wie die Buga wirkt. Wenn viele Betriebe früh eigene Ideen entwickeln, machen wir 2031 aus den Besucherinnen und Besuchern Fans des Bergischen Landes.“
Die Veranstaltung war geprägt von einer optimistischen Aufbruchsstimmung. In den Vorträgen und der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Buga 2031 für Gastronomie, Hotellerie, Freizeitwirtschaft und touristische Anbieter erhebliche Potenziale bietet. Gleichzeitig wurde betont, dass diese aktiv genutzt werden müssen. Der Tenor der Diskussion: Nicht darauf warten, was die Buga für den eigenen Betrieb tun kann, sondern frühzeitig eigene Angebote entwickeln, Kooperationen schmieden und Netzwerke aufbauen.
Um den Austausch fortzusetzen, soll ein regelmäßiger Buga-Stammtisch für Interessierte aus Gastgewerbe, Tourismus und Freizeitwirtschaft entstehen. Er soll Raum bieten, Ideen frühzeitig zu bündeln, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Projekte für die Buga 2031 auf den Weg zu bringen.
Der Wettbewerbsdruck aus China nimmt aus Sicht der nordrhein-westfälischen Wirtschaft deutlich zu. Das zeigt die NRW-Auswertung einer aktuellen IHK-Umfrage. 76 Prozent der Befragten nehmen eine zunehmende Konkurrenz aus China wahr. Unter den Unternehmen, die nach China exportieren, sind es sogar neun von zehn. „China ist im Jahr 2025 der zweitwichtigste Importpartner NRWs. Viele Unternehmen sind auf chinesische Vorprodukte, Produkte oder Rohstoffe angewiesen und stehen zugleich im Wettbewerb mit chinesischen Anbietern“, sagt Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW.
„Der steigende Wettbewerbsdruck aus China trifft auf schwierige Standortbedingungen in Deutschland. Deshalb müssen wir beides im Blick behalten: faire Wettbewerbsbedingungen und die Stärkung des eigenen Standorts“, ergänzt Mittelstädt. „Die EU sollte geschlossen auftreten, einseitige Abhängigkeiten verringern und gegen Wettbewerbsverzerrungen wirksam vorgehen. 59 Prozent der Befragten würden handelspolitische Maßnahmen gegen Wettbewerbsverzerrungen auch dann mittragen, wenn das eigene Unternehmen mit negativen Folgen rechnen müsste. Rund ein Drittel befürwortet stärkere Handelsschutzmaßnahmen, knapp ein Viertel setzt auf den Abbau von Handels- und Investitionshürden. Für IHK NRW ist das kein Widerspruch: Es geht darum, europäische Interessen zu schützen und zugleich bessere Marktzugangsbedingungen zu schaffen. Grundlage für die Ergebnisse ist eine Befragung der DIHK und der IHKs. An der Umfrage vom 20. Juli bis 10. August beteiligten sich bundesweit 1.325 Unternehmen, darunter 248 aus Nordrhein-Westfalen.
Mit 77 Anmeldungen war der Netzwerkabend der Bergischen Business Women der IHK im Visiodrom in Wuppertal hervorragend besucht. Gastgeberin Marie Haus und das Team des Visiodroms begrüßten die Teilnehmerinnen in dem ehemaligen Gaskessel in Heckinghausen.
Aufgrund der großen Resonanz wurden die Gäste in drei Gruppen durch die Ausstellung geführt. Auf dem Programm standen außerdem Einblicke in das Visiodrom sowie die multimediale Show „Origins – Die Schönheit des Lebens“. Die Präsentation verbindet wissenschaftliche Inhalte mit eindrucksvollen visuellen Darstellungen und vermittelt die Entwicklung des Lebens auf der Erde auf anschauliche Weise. Für viele Gäste bildete der Blick vom Skywalk über Wuppertal bei Sonnenuntergang einen besonderen Höhepunkt des Abends.
Neben dem Programm bot das Treffen Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Das nächste Treffen der Bergischen Business Women findet am 25. November ab 9 Uhr in Remscheid statt. Der genaue Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.
Informationen und Kontakt:
www.ihk.de/bergische/starthilfe/netzwerk-bergische-business-women-ihk-6347054
Zu Gast waren Oberbürgermeister Daniel Flemm, Stadtkämmerer Daniel Wieneke sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsförderung und der Stadt Solingen. Der Oberbürgermeister legte seine Einschätzung zur Lage und zu den Schwerpunkten der Stadt dar. Das Friedrich-List-Berufskolleg gab Einblick in seine Arbeit und seine Bedeutung für Ausbildung und Fachkräftesicherung. In der Diskussion tauschten sich die Mitglieder mit den Gästen über Herausforderungen für die Solinger Unternehmen aus.
Der Bezirksausschuss Solingen der Bergischen IHK tagte in der Aula des Friedrich-List-Berufskollegs. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Frage, wie der Wirtschaftsstandort Solingen gemeinsam gestärkt werden kann.Zu Gast waren Oberbürgermeister Daniel Flemm, Stadtkämmerer Daniel Wieneke sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsförderung und der Stadt Solingen. Der Oberbürgermeister legte seine Einschätzung zur Lage und zu den Schwerpunkten der Stadt dar. Das Friedrich-List-Berufskolleg gab Einblick in seine Arbeit und seine Bedeutung für Ausbildung und Fachkräftesicherung. In der Diskussion tauschten sich die Mitglieder mit den Gästen über Herausforderungen für die Solinger Unternehmen aus.Thematisiert wurden insbesondere klare und verlässliche Ansprechpartner in der Verwaltung und die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Gewerbeflächen. Weitere Schwerpunkte waren die Digitalisierung der Verwaltung und die Attraktivität der Innenstadt. Dabei ging es auch um transparentere Verfahren, eine frühzeitige Einbindung der Unternehmen und gemeinsame Lösungsansätze. Der offene Austausch zeigte, dass verlässliche Rahmenbedingungen, transparente Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit von Stadt und Wirtschaft entscheidend für die weitere Entwicklung Solingens sind.
Seit dem 27. September ist die Empowering Consumers for the Green Transition (kurz: EmpCo) Richtlinie in Kraft. Im Kern geht es um neue Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitswerbung, welche den Verbraucherschutz stärken und nachhaltigere Kaufentscheidungen begünstigen sollen. Irreführende oder allgemeine Begriffe wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ sind künftig nur noch zulässig, wenn sie durch belastbare, überprüfbare Nachweise bewiesen werden können. Unabhängig zertifizierte Siegel bleiben jedoch weiter erlaubt. Künftig müssen Unternehmen außerdem vor dem Verkauf über die Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Dauer von Software-Updates und nachhaltige Lieferinformationen informieren.
Ansprechpartner bei der Bergischen IHK ist
Leonard Brenner,
T. 0202 2490-330,
l.brenner@bergische.ihk.de
Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Internetseite: https://www.ihk.de/bergische/system/rsscategories/rssactions/rssfeedumwelt/1406612
Öffentliche Bestellung und Vereidigung eines Sachverständigen
Am 10.09.2026 wurde Jörg Eckhardt Kuznik aus Wuppertal für das Sachgebiet Kraftfahrzeugschäden und -bewertungen als Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt. Die Urkunde überreichte IHK-Vizepräsident Peter Krämer.
Wie digital ist unsere Stadtverwaltung?
Wie digital eine Stadtverwaltung aufgestellt ist, zeigt sich oft schon daran, wie viele Dienstleistungen sich online, am Smartphone oder am Computer erledigen lassen. Das betrifft beispielsweise die Terminvereinbarung, Anträge oder Genehmigungen. Der Smart City Index im Regionalradar der Bergischen IHK macht sichtbar, wie gut die Kommunen bei der Verwaltungsdigitalisierung aufgestellt sind. Im Bergischen Städtedreieck fallen die Unterschiede dabei deutlich aus.
Solingen erreicht mit 88,3 Indexpunkten den höchsten Wert der Region und belegt damit sogar Rang 18 im Vergleich aller deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Besonders gut schneidet die Stadt bei der Online-Terminvergabe ab. Wuppertal folgt mit 78,2 Punkten bundesweit auf Rang 42 und hat damit im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich aufgeholt. Remscheid erreicht 66,6 Punkte und belegt Rang 64 im bundesweiten Vergleich.
Dass die Digitalisierung der Verwaltung weit mehr ist, als ein Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger, erklärt Hagen Hintze, Experte der Bergischen IHK für das Regionalradar. „Für Unternehmen ist die Digitalisierung der Verwaltung ein wichtiger Standortfaktor. Digitale Verwaltungsprozesse sparen Zeit, reduzieren Bürokratie und beschleunigen Abläufe.“
Das Regionalradar der Bergischen IHK macht diese Unterschiede transparent. Es zeigt, wo Kommunen bei der Verwaltungsdigitalisierung bereits gut aufgestellt sind und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht.
Weitere Kennzahlen und Details unter regional-radar.de
https://www.ihk.de/bergische/standortpolitik/regionalradar-6934478
Unter dem Motto „Selbst denken! Oder? Grenzen und Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen“ begrüßte Prof. Peter Gust, Prorektor für Third Mission und Internationales der Bergischen Universität Wuppertal, die rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um über konkrete Einsatzmöglichkeiten, Erfahrungen und Perspektiven von KI zu sprechen.
Der Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft spielte im Rahmen des ausgebuchten Kongresses eine zentrale Rolle. Gemeinsam erörterten Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff, IHK-Präsident Henner Pasch und die Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal, Prof. Dr. Birgitta Wolff, die Chancen der Technologie und ihre Bedeutung für die Region. Neben Möglichkeiten und Potenzialen der Technologie war die Frage nach einem verantwortungsvollen Umgang mit KI ein zentraler Bestandteil der Diskussion. Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff formulierte dabei einen klaren Anspruch: „KI soll unterstützen, nicht entscheiden.“ Für die Wirtschaft steht zudem die Frage im Mittelpunkt, wie sich KI konkret effektiv nutzen lasse. „Sinnvoll eingesetzt kann Künstliche Intelligenz zum Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden“, brachte es IHK-Präsident Henner Pasch auf den Punkt.
Die Universität bringt in diesen Diskurs nicht nur wissenschaftliche Expertise ein, sondern auch weitere Perspektiven auf praktische Veränderungen. „Künstliche Intelligenz verändert, wie wir forschen, lehren und arbeiten“, betonte Rektorin Prof. Dr. Birgitta Wolff. „Diesen Wandel müssen wir gemeinsam verantwortungsvoll erfolgreich gestalten.“
Wie stark Künstliche Intelligenz bereits heute die Arbeitswelt verändert, welche Chancen sich daraus für Unternehmen und Beschäftigte ergeben, aber auch welche Risiken, zeigten bei der Veranstaltung drei spannende Keynotes: Jörg von Plötz, Geschäftsführer der Wuppertaler Böhme & Weihs GmbH, Prof. Stefan Diestel aus der Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie sowie Prof. Fabian Hemmert, Professor für Interface und User Experience an der Universität Wuppertal, beleuchteten den Einsatz von KI aus unterschiedlichen Perspektiven.
Wie sich diese Impulse in die Praxis übertragen lassen, konnten die Teilnehmenden anschließend in drei Workshops vertiefen. Im Fokus standen Zukunftskompetenzen für die Arbeitswelt, das Prototyping mit KI sowie die Entwicklung einer KI-Strategie.
Der Bergische Innovationskongress wird auf Initiative der Bergischen Transferrunde von der Bergischen IHK, der Stadt Remscheid, Solingen Business, Wirtschaftsförderung Wuppertal, Berg. Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, dem Circular Valley, der Neuen Effizienz und dem Technologie Zentrum Wuppertal W-TEC durchgeführt, in deren Namen die Einladung durch die IHK erfolgte.
Wie kann Künstliche Intelligenz dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region zu stärken? Und wo liegen die Grenzen? Welche Impulse kann die Wissenschaft für die Praxis geben? Und welche Kompetenzen braucht die Arbeitswelt von morgen? Diese Fragen standen im Fokus des 8. Bergischen Innovations- und Bildungskongresses bei der Bergischen Industrie- und Handelskammer.
Jörg Eckhardt Kuznik ist seit 1993 Inhaber eines Sachverständigenbüros für Kraftfahrzeugschäden und -bewertungen in Wuppertal. Der staatlich geprüfte Techniker war zuvor als Kfz-Sachverständiger und Sachverständigenassistent in einem Düsseldorfer Ingenieurbüro tätig. Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Kraftfahrzeugschlosser bei der damaligen Daimler-Benz AG in Wuppertal. Anschließend qualifizierte er sich an der Fachschule für Technik in Wuppertal zum staatlich geprüften Techniker mit dem Schwerpunkt Entwicklungstechnik.
Die öffentliche Bestellung und Vereidigung bestätigen die besondere Sachkunde, persönliche Eignung und Unabhängigkeit des Sachverständigen.
Am 10. September ist Jörg Eckhardt Kuznik aus Wuppertal für das Sachgebiet Kraftfahrzeugschäden und -bewertungen als Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt worden. Die Urkunde überreichte IHK-Vizepräsident Peter Krämer. Die Bestellung gilt bis zum 10. September 2031.
25 Jahre
Winserv Solingen GmbH
Enzianweg 25
42699 Solingen
50 Jahre
Heinrichs & Stinner GmbH
Paul-Deffke-Str. 21
42369 Wuppertal
Ulrich Altenbeck e. K.
Rudolfstr. 8
42285 Wuppertal
125 Jahre
Möbelhaus Welteke GmbH
Jesinghauser Str. 5
42389 Wuppertal
150 Jahre
August Pohli GmbH & Co. KG
Hölker Feld 10-12
42279 Wuppertal
Betrüger versuchen mit Anruf und Mail, an Daten zu gelangen. Die Bergische IHK warnt ihre Mitgliedsunternehmen vor einem neuen Phishing-Angriff. Betrüger nutzen dazu eine besonders perfide Masche, bei der sie Bezug auf gewerberechtliche Erlaubnisse nehmen: Die potenziellen Opfer erhalten zunächst einen Anruf von einer Telefonnummer mit plausibler Vorwahl. Darin erklärt ihnen ein vorgeblicher IHK-Mitarbeiter, dass zur „erneuten Legitimation“ eines Eintrags in ein Verzeichnis, wie etwa das Versicherungsvermittlerregister, persönliche Daten erforderlich seien. Es folgt eine täuschend echt aufgemachte Mail mit dem Betreff „Legitimation“, die unter Bezugnahme auf dieses Telefonat „ein Foto / eine Kopie des Ausweisdokumentes“ anfordert. Gesendet werden sollen die Daten an eine Mailadresse mit der Struktur legitimation@XXX-ihk.info – gleichzeitig auch die Absenderadresse.
Die IHK rät Unternehmern dringend, dieser Aufforderung auf keinen Fall nachzukommen, es handelt sich immer um Betrug. Sofern Zweifel bestehen, sollten sich Betroffene direkt an die Bergische IHK und möglichst einen konkret bekannten Ansprechpartner wenden.