Unterstützung für Automobilzulieferer - 24 Maßnahmen für die Branche
Beim fünften Strategiedialog von „Traiber NRW“ in Solingen bewerteten regionale Akteure die bisherigen Unterstützungsangebote für die Automobilzulieferindustrie.
Neue Märkte erschließen, Beschäftigte qualifizieren, die Produktion effizienter machen: Die Automobilzulieferer im Bergischen müssen an vielen Stellen zugleich handeln. Das Projekt Traiber NRW unterstützt sie dabei. Aus dem bisherigen Dialog mit mehr als 30 regionalen Akteuren sind 27 konkrete Maßnahmen entstanden, 24 davon laufen bereits. Beim fünften Strategiedialog in der Villa Kieserling in Solingen prüften die Teilnehmenden, wo die Angebote greifen und welcher zusätzliche Bedarf besteht.
Projektleiterin Daniela Zolz eröffnete das Treffen unter dem Titel „Von der Strategie zur Umsetzung“. Alexandra Ulbrich von Creditreform beleuchtete anschließend die wirtschaftliche Entwicklung der Region und die steigenden Unternehmensinsolvenzen. Stephan A. Vogelskamp ordnete die Lage der Automobilzulieferindustrie ein. Er zeigte Handlungsmöglichkeiten bei der Erschließung neuer Märkte, der Weiterbildung sowie bei Automatisierung und Effizienz auf und zog eine Zwischenbilanz der bisherigen Projektarbeit.
Den Schwerpunkt bildete die gemeinsame Arbeit an den sechs Handlungsfeldern der regionalen Transformationsstrategie. Unter Begleitung von Dr. Phillip Nguyen und Daniela Zolz ging es um die Gewinnung von Fachkräften und die Qualifizierung der Beschäftigten, die Standortattraktivität, den Wissenstransfer, die Internationalisierung sowie die Strategieentwicklung und Vernetzung.
Zu jedem Handlungsfeld gab es zunächst einen kurzen Sachstand. Anschließend bewerteten die Teilnehmenden über eine digitale Ampel-Abstimmung, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen. Über das Beteiligungstool Particify und Wortmeldungen aus dem Plenum benannten sie den aus ihrer Sicht dringendsten Bedarf. Ziel war, die weitere Arbeit stärker zu konzentrieren und klare Prioritäten zu setzen. „Wir haben beim fünften Strategiedialog nicht nur Bestandsaufnahme betrieben, sondern klare Signale bekommen, wo die Region jetzt nachlegen muss – zum Beispiel bei der Fachkräftesicherung genauso wie bei der Standortattraktivität“, erklärt Daniela Zolz, Projektleiterin „Traiber.NRW“.
Zum Abschluss kamen auf dem Podium Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner, der beruflichen Bildung sowie der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zusammen: Neben Daniela Zolz und Nils Malzahn, Verbundprojektleiter von „Traiber.NRW“ an der Bergischen Universität Wuppertal, waren Tobias Tielsch, Betriebsleiter des Bergischen Bildungscampus, Michael Schwunk, Geschäftsführer des VBU, und Achim Vanselow, Bezirkssekretär der IG Metall NRW, vertreten. Den Abschlussbeitrag übernahm Nils Malzahn.
Die Rückmeldungen aus dem Strategiedialog fließen in die Fortschreibung der Transformationsstrategie ein. Einzelne Themen sollen außerdem gezielt weiterbearbeitet werden. Dafür sind ein vertiefendes Veranstaltungsformat und ein kleines Projekt geplant.
„Traiber.NRW“ steht für „Transformation der Automotive Industrie in der Bergischen Region“. Das Projekt entwickelt eine regionale Transformationsstrategie und Unterstützungsangebote, die Automobilzulieferern bei der Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit helfen. Projektpartner sind die Bergische Universität Wuppertal, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Hochschule Bochum, die GLW Velbert und „automotiveland.nrw“. Initiiert wurde das Vorhaben von den regionalen IG Metall-Geschäftsstellen und Arbeitgeberverbänden.
Weitere Informationen: www.traiber.nrw
Text: Janina Zogass
Vom 28. bis 30. August hat sich das Bergische Städtedreieck beim NRW-Tag in Münster präsentiert. Am Gemeinschaftsstand von Tourismus NRW informierte der Verein Bergisches Land Tourismus Marketing e. V. (BLTM) über Ausflugs- und Urlaubsangebote in Remscheid, Solingen und Wuppertal. Direkter Standnachbar war die Eifel.
Mehr als 40 Städte und Regionen waren auf der Tourismusmeile vertreten. Für die Bergischen Drei bot das Landesfest die Gelegenheit, ihre Sehenswürdigkeiten, Kulturangebote sowie Wander- und Radwege einem Publikum aus ganz Nordrhein-Westfalen vorzustellen. „Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, NRW! Wir feiern unser Land, da darf das Bergische Städtedreieck nicht fehlen. Wir haben in jeder Stadt echte Perlen – ob in Solingen, Wuppertal oder Remscheid. Die schnüren wir zu einem gemeinsamen Erlebnis. Wir werben mit einer Stimme für drei Städte. Der BLTM macht daraus eine starke Marke“, sagt Sven Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid.
„Wer das Bergische Städtedreieck besucht, denkt nicht in Stadtgrenzen. Gäste erleben Schwebebahn, Schloss Burg und Müngstener Brücke und alles, was wir sonst noch zu bieten haben, als eine Region. Der BLTM macht daraus ein gemeinsames und wahrnehmbares Angebot“, so Martin Bang, Geschäftsführer der Wuppertal Marketing GmbH.
Auch beim Publikum kam der Auftritt gut an. „Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war sehr positiv. Viele kennen einzelne Wahrzeichen wie die Schwebebahn oder Schloss Burg und waren überrascht, wie viel das Bergische Städtedreieck darüber hinaus zu bieten hat. Das Interesse an Ausflugszielen und Urlaubsmöglichkeiten im Bergischen war groß“, betont Laura Frowein vom BLTM-Team.