Expo Real 2026 - Drei Städte – ein Standort

Remscheid, Solingen und Wuppertal haben sich auf der Expo Real 2026 erstmals gemeinsam als Partner am NRW-Gemeinschaftsstand präsentiert. Neben konkreten Immobilien- und Entwicklungsprojekten wollen sie ihre Interessen künftig stärker gemeinsam vertreten.

Die Expo Real ist ein Ort für konkrete Geschäfte: Flächen, Immobilien, Finanzierung, Genehmigungen – und vor allem Kontakte. Für das Bergische Städtedreieck kam in diesem Jahr etwas Neues hinzu. Remscheid, Solingen und Wuppertal präsentierten sich gemeinsam mit der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft erstmals als offizielle Partner am Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen. Der neue Standort sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit und brachte die Region unmittelbar mit weiteren Akteuren aus Nordrhein-Westfalen zusammen, auch alle drei Sparkassen. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach eröffnete den Gemeinschaftsstand. Unter dem Leitgedanken „NRW ist place to bau“ standen drei Tage lang Fragen im Mittelpunkt, die auch die bergischen Städte beschäftigen: Wie lässt sich schneller und wirtschaftlicher bauen? Wie können Investitionen unter schwierigen Rahmenbedingungen ermöglicht werden? Und welche Projekte brauchen neue Partner? Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Gesprächen. Wuppertal hatte zahlreiche Termine mit Projektentwicklern und Investoren bereits im Vorfeld vereinbart. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff, Wirtschaftsdezernentin Dr. Sandra Zeh und Eva Platz, Vorständin der Wirtschaftsförderung, nutzten die Messe gemeinsam mit der Stadtsparkasse, um über konkrete Vorhaben und Investitionsmöglichkeiten zu sprechen.

Für Solingen standen im Fokus der Change.Campus als künftiger Innovations- und Gewerbestandort, die Entwicklung der Innenstadt und der geplante IT.Campus auf der Ostseite des Hauptbahnhofs. Hinzu kamen Gespräche über die Gewerbegebiete Schrodtberg und Fürkeltrath II.

In Remscheid ging es um die Hastener Straße, die Engelspassage und das Brückencenter sowie weitere Einzelhandels­standorte. Auch Schulbau, modulare Baukonzepte, sozialer Wohnungsbau und serielles Bauen spielten in den Gesprächen eine Rolle. Für die Remscheider Delegation liegt eine der Stärken der Expo Real gerade in der Dichte solcher Termine: Gespräche, für die sonst über Monate Einzeltermine nötig wären, lassen sich in München innerhalb weniger Tage führen.

Der gemeinsame Auftritt sollte allerdings mehr sein als drei kommunale Projektlisten an einem Stand. Das wurde beim Bergischen Talk deutlich. Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff, Remscheids Oberbürgermeister Sven Wolf und Sebastian Greif, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen, diskutierten unter der Moderation von Stephan A. Vogelskamp darüber, welche Themen künftig stärker regional gedacht werden können.

Ein wichtiger Ansatz dafür ist die geplante Bewerbung um die E-Regionale 2033. Sie soll Remscheid, Solingen und Wuppertal die Möglichkeit geben, gemeinsame Entwicklungsprojekte anzustoßen und Stadt- und Regionalentwicklung stärker miteinander zu verbinden. Die Expo Real 2026 war deshalb nicht nur Gelegenheit, einzelne Vorhaben bei Investoren und Projektentwicklern zu platzieren. Sie war zugleich ein weiterer Schritt hin zu einem gemeinsamen Auftritt des Bergischen Städtedreiecks als Wirtschafts- und Entwicklungsstandort.

Texte: Janina Zogass

Cyber Insurance 2026

Bei der Euroforum-Jahres­tagung Cyber Insurance 2026 in Düsseldorf hat Stephan A. Vogelskamp den Cyber­angriff auf die Bergische Struktur- und Wirtschafts­förderungsgesellschaft aus dem Jahr 2023 aufgearbeitet.

Am 29. und 30. September 2026 trafen sich Versicherer, Unternehmen, Makler und Fachleute für Cybersicherheit zur Euroforum-Jahrestagung Cyber Insurance 2026 in der Townhall der Handelsblatt Media Group in Düsseldorf. Auf dem Programm standen systemische Cyberrisiken, Versicherbarkeit und die Frage, wie Unternehmen nach einem Angriff möglichst schnell wieder handlungsfähig werden.

Für die Bergische Struktur und Wirtschaftsförderungsgesellschaft war das keine theoretische Diskussion. Geschäftsführer Stephan A. Vogelskamp berichtete über den Cyberangriff, der die Gesellschaft 2023 selbst getroffen hatte. Sein Praxisbericht zeichnete den Weg vom ersten Angriff bis zur Eskalation nach – und konzentrierte sich besonders auf jene Phase, in der Entscheidungen schnell getroffen werden müssen, obwohl Informationen fehlen und gewohnte Kommunikationswege möglicherweise nicht mehr funktionieren.

„Wie wichtig die eigene Unternehmenskultur ist, war mir erst klar, als wir den Cyberangriff überstanden hatten“, sagte er. Denn ein Notfallplan hilft nur dann, wenn Zuständigkeiten geklärt sind und die Beteiligten auch unter Druck miteinander arbeiten.

Direkt im Anschluss wurde der konkrete Fall aus drei Blickwinkeln betrachtet. Gemeinsam mit Theodoros Bitis, Head of Cyber Region DACH bei Willis, und Wolfgang Straßer, Geschäftsführer der @yet GmbH, diskutierte Vogelskamp über die ersten Stunden eines Incidents: aus Sicht des betroffenen Unternehmens, der Versicherungswirtschaft und der professionellen Incident Response.

Dabei wurde deutlich, dass eine Cyberversicherung finanzielle Risiken auffangen und den schnellen Zugang zu spezialisierten Dienstleistern ermöglichen kann. Die Verantwortung für die eigene Vorbereitung nimmt sie einem Unternehmen jedoch nicht ab. Cybersicherheit ist inzwischen ein Thema der regionalen Struktur und Wirtschaftsentwicklung. Seit Oktober 2025 ist das Bergische Städtedreieck NRWModellregion Cybersicherheit.

Ihre Veranstaltungen setzen bewusst bei konkreten Situationen an: von LiveHacking und Incident Response über Cybersicherheit in der Tourismuswirtschaft bis zur Vorbereitung auf einen vollständigen ITAusfall. Dahinter steht immer dieselbe Frage: Was muss ein Unternehmen heute tun, damit es morgen im Ernstfall noch handeln kann?

Mehr Infos:
cybermodellregion.nrw

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